Kampf dem plötzlichen Kindstod

Inspiriert vom vorletzten Post habe ich letzte Nacht viel über den plötzlichen Kindstod nachgedacht. Junior ist ja schon bald 1  1/2 Jahre alt. Das Risiko hat ziemlich abgenommen, aber ganz über den Berg ist er erst mit 2 Jahren (manche meinen sogar 3 Jahre).

Man sagt immer, man kann nichts gegen den plötzlichen Kindstod tun. Das stimmt. Aber man kann zumindest das Risiko dazu so sehr minimieren wie möglich.

Offenbar hängt der plötzliche Kindstod damit zusammen, dass das Atemzentrum des Babys nicht ganz ausgereift ist. Das Kind kann dabei im Schlaf plötzlich aufhören zu atmen und wacht dann nicht auf. Also muss man alles verhindern, was die Atmung einschränkt.

Konkret heisst das:

Das Baby soll in Rückenlage schlafen – dann bleiben die Atemwege frei.*

Benutze für das Babybett einen Schlafsack – keine Decken oder Kopfkissen.

Die Schlafzimmertemperatur im Winter darf 17-18 °C betragen. Wenn das Baby zu kalt hat, wird es das melden, nicht aber wenn es zu warm hat, dann schläft es einfach weiter. Das bedeutet: auch im Sommer nicht zu dick einpacken!

Mit diesen 3 einfachen Methoden senkt man die Wahrscheinlichkeit um über 70%!

Zusätzlich:

Halte das Babybett so frei wie möglich: keine Nuscheli, keine grossen Stofftiere, keine Lammfellunterlagen

Rauche nicht in der Nähe ihres Babies. Tu es ausserhalb der Wohnung, oder noch besser: hör doch ihm zuliebe auf.

Still Dein Baby mindestens 6 Monate, das gibt ihm ein gesundes Immunsystem

Geh mindestes einmal täglich mit dem Baby nach draussen, auch wenn es kalt ist oder regnet. Richtig angezogen ist das kein Problem und die frische Luft ist gut für die Immunabwehr.

Nuggis sind besser als der Daumen. Anscheinend wirken sie auch leicht präventiv auf den plötzlichen Kindstod.**

Lass das Kinderbett in den ersten Monaten im Elternzimmer.

Meine persönliche Bemerkungen:

* das mit der Rückenlage funktioniert grossartig … bis das Baby gelernt hat, sich selbst zu drehen. Ab dann schläft es so, wie es es für am angenehmsten hält!

** Nuggis sind auch gut  … aber eine Qual, bis das Baby gelernt hat den verlorenen Nuggi nachts selber wieder zu finden und sich reinzustecken. Solche die Nachts leuchten, helfen dabei.

4 Antworten auf „Kampf dem plötzlichen Kindstod

  1. Ich hab zu dem Thema auch schon die Theorie gehört, dass sich hinter „plötzlichem Kindstod“ unentdeckter Kinds*mord* versteckt.
    Ob da was dran ist, weiß ich nicht – hast du da Ahnung?

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  2. Es sterben (immer noch) ziemlich viele Kinder am plötzlichen Kindstod … und die Ärzte wollen ja herausfinden, was genau die Ursache ist, also wird hier ziemlich genau hingeschaut, ob etwas zu finden ist.
    Mord ohne Spuren ist fast unmöglich. Gewaltsames Ersticken hinterlässt auch Spuren. Darum kann ich mir das irgendwie schlecht vorstellen … auch, weil die Eltern so betroffen sind, wenn es passiert. Und der Mutterinstinkt ist doch ziemlich stark.
    Natürlich gibt es Mütter die ihr eigenes Baby umbringen – aber das passiert (denke ich) doch häufig gleich nach der Geburt aus purer Verzweiflung.

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    1. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu weichherzig oder optimistisch, dass ich mir das nicht vorstellen kann.

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      1. Die Theorie war, dass es da z.B. um zu heftiges Schütteln oder solche Sachen geht – Kind in Wut zu hart angefasst, und dann sofort bereut.
        Die Quelle war allerdings ein Fernsehbericht, also nur wenig seriös.
        Der Teil der mir logisch erschien war, dass wohl schon Fälle von plötzlichem Kindstod sich dann im Nachhinein als Unfälle (oder schlimmeres) herausstellten (z.B. weil in derselben Familie mehrere Kinder so verstarben und dann jemand genauer hinguckte).

        Es wird ja auch immer mal berichtet, dass Mordfälle in Altenheimen unentdeckt bleiben, weil der Arzt eben „Herzversagen“ bescheinigt – nach derselben Argumentation könnte man auch begründen, dass bei einem plötzlich verstorbenen Kind keine Autopsie durchgeführt wird, um die Eltern nicht noch mehr zu belasten.

        Ich denke eigentlich auch, dass Mord nicht alle Fälle erklären kann, würde aber auch nicht ausschließen, dass es eben doch (manchmal) vorkommt.

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