Ferienmedikation

Kunde (auf englisch): „Ich bin nur in den Ferien in der Schweiz, jetzt gehen meine Medikamente aus. Könnte ich ein paar von ihnen bekommen? Es sind die kleinen runden weissen.“

und das ist alles, was er wusste.

Keine Chance für die Apothekerin.

Also: wenn man in die Ferien geht, sollte man genügend von seiner Dauermedikation mitnehmen und eine Liste mit den Medikamentennamen oder noch besser den Inhaltsstoffen und Dosierungen entweder mitnehmen oder so hinterlegen, dass man drankommt. Sei das bei einem Bekannten oder -die modernere Variante – als mail auf seiner mailbox.

Denn dann kann ich zumindest nachschauen was es vergleichbares bei uns gibt.

7 Antworten auf „Ferienmedikation

  1. klein, rund, weiß?
    Globuli, ganz klar :D

    Wusste er wenigstens seine Beschwerden?

    Mir ist das übrigens auch mal so ergangen, dass bei einem Italienurlaub plötzlich die Laktase wenig wurde, weil ich einen Schub hatte und mehr brauchte, als zuvor.
    Bekommen habe ich keine, in den Supermärkten und Drogerien wurde die nicht verkauft und in der Apo hätte das Zeug bestellt werden müssen – unpraktisch wenn man meist nur einen Tag an einem Ort verweilt.
    Gerettet hat mich dann eine Infektion, weswegen ich den Urlaub vorzeitig abbrechen musste. :/

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  2. „Ich habe da einen Gast aus … (beliebigen Staat einfüllen) und er/sie hat seine/ihre Medikamente zu Hause vergessen“; oder „…hat seine/ihre Medikamente aufgebraucht.“
    Diesen „Trick“ höre ich in letzter Zeit öfters, um an rezeptpflichtige Medikamente zu kommen. Heute zum Beispiel… Es war eine völlig abstruse Story, der Patient selber ist nicht da, der Kunde wiedersprach sich dauernd und als ich ihm sagte, dass es ohne Rezept bei mir SO nicht geht, sagte er: „Sie können mich am ….. lecken, Sie blöde ….!“ und dann: „Und Sie sollten mal gute Manieren lernen, Sie ……!“ :-) Ja, den Rat würde ich dem Kunden gratis zurückgeben!

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  3. @Blogolade: das kommt sicher vor, dass einem im Urlaub etwas ausgehen kann … v.a. wenn man auf einmal mehr benötigt als berechnet. Aber das mit dem krankheitshalber verkürztem Urlaub … auch eine Lösung, wenn auch keine angenehme. (P.s. man könnte ja auch in die Apotheke des nächsten Ortes telefonieren/lassen zum bestellen).

    @ nicoretta: Wer schreit und oder beleidigt hat bei mir auch ganz schlechte Karten. Ausserdem beweist das doch irgendwie dass da was faul ist. Und die Masche „es ist für einen Freund …“ soll der Freund doch mal selbst kommen, wenn er denn etwas braucht.
    Aber es nervt beleidigt und angeschrien zu werden. Da fühle ich mit. Einfach versuchen nicht persönlich zu nehmen.

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  4. @pharmama: um ehrlich zu sein, das passiert mir so oft, dass ich mich schon gar nicht mehr aufrege und mich zusammenreissen muss um den Kunden nicht auszulachen! Das macht sie nur noch unnötig wütender… Solange ich nicht die Polizei rufen muss und er bald wieder geht, ist es noch aushaltbar.
    Aber es stimmt: je mehr der Kunde herumschreit und stänkert, desto sicherer ist da etwas sehr faul…

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  5. Die Dauermedikamente für unsere Tochter haben wir bisher immer ausreichend dabei gehabt. Das mit den Inhaltsstoffen wusste ich nicht. Ich weiss z.B. dass das Insulin Actrapid (oder so) heisst. Damit sollte doch ein Apotheker auch was anfangen können. *hoff* Schlimmer wäre es für unsere Tochter, wenn die Nadeln (5mm für den Pen) ausgingen und sie mit „normalen“ Spritzen spritzen müsste. Abgesehen davon, dass die Insulinampulle nicht geöffnet werden kann, würde sie mit den Spritzen nicht zurecht kommen. Also immer auf Vorrat mitnehmen. *aufschreib*

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  6. ich habe mal – in england? usa? ewig her – ein buch gesehen, wo man wie in einem blumenbestimmungsbuch tabletten bestimmen konnte. gibt es das auch im deutschsprachigen raum?
    also erst die weißen, dann die runden, dann die teilbaren usw. — und am ende blieben noch zwei drei übrig, die man dann über die indikation differenzieren konnte.

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  7. Es gab in der Schweiz mal die „identa“ die so funktionierte. Seit die ganzen Generika aufgekommen sind, ändert sich die Medikamentenlandschaft so schnell, dass sie keine mehr gedruckt haben – sie wäre gleich nach erscheinen überholt.
    In Deutschland gibt es im Internet eine Variante (was ich toll und nachahmungswert finde), nämlich
    Anmeldung mit dem doc-check Passwort.
    In der Schweiz gibt es … nichts. Ok. einige Firmen (speziell Generikafirmen) geben für ihre Medis Bücher mit Bildern der Mittel aus, aber es wird nirgends zentral gesammelt :-(

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