Student der Pharmazie

Ach, das waren noch Zeiten …. bin ich froh, dass die vorbei sind :-)

Das Bild hat was. Als Pharmaziestudent hat man weit weniger Freizeit, als andere Studenten – und wenn man welche hat, tut man gut daran, sie für Lernen einzusetzen, sonst passiert es gelegentlich, dass die Anforderungen (zum Beispiel im Labor) den aktuellen Wissensstand überholen …

18 Antworten auf „Student der Pharmazie

  1. Oh ja, das kommt mir bekannt vor…

    Und dann heisst es immer: „Ja, ja, die Studenten… nix zu tun…“

    Als ich mal im Zug zur Uni fuhr, habe ich 3 Sportstudenten zugehört, die sich wahnsinnig darüber aufgeregt haben, dass sie 3 Halbtage in der Woche zur Uni müssen! Ihrer Meinung hätten 2 locker ausgereicht…
    Damals hatte ich gerade ein Chemie-Praktikum: das hiess Anwesenheit 5 Tage die Woche. Morgens Vorlesungen und Nachmittags Labor bis 18.00 Uhr mindestens; dann ab nach Hause um die Laborberichte zu schreiben…

    Ich glaube nicht, dass ich dieses Studium angefangen hätte, wenn ich gewusst hätte, wie viel Arbeit das bedeutet.
    Aber: Es hat sich gelohnt! Ich mag meinen Job; auch wenn er manchmal wirklich frustrierend sein kann… :-)

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    1. Oh ja. Ich erinnere mich noch gut an den ersten Tag an der Uni. Der Chef des Pharmaziestudiums erklärte uns, wie das abläuft. 42 Stunden-Woche: morgens Vorlesungen, mittags Labor und abends nach Möglichkeit die Aufzeichnungen nachtragen.
      Ich hatte einen Kollegen aus der gleichen Schule, als der das gehört hat, ist er voll durchgefallen. Er hat es dann auch nur ein paar Wochen durchgehalten, dann hat er in das gemütlicherer Jus-Studium gewechselt ….
      Ich weiss auch noch, wie ich im Winter Tageslicht eigentlich nur gesehen habe, wenn wir von den Vorlesungen morgens in die Mensa und danach ins Labor gerauscht sind …
      Ja, es war anstrengend. Aber ich finde, für mich hat es sich gelohnt. Ich arbeite gerne als Apothekerin.

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  2. :D Ich studiere im 1.Semester Pharmazie und bin gerade noch in der Endklausrenphase (effektiv aber schon im 2.Semester seit heute) und das Bild ist so passend.
    Das gefürchtete Ionenlotto lief leider ab und zu wirklich so ab, denn Zeit für genaue Erklärungen blieb nicht. Und Ferien haben wir auch wenig, erst Klausurenphase und dann noch Famulatur.

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  3. Genau – Pharmaziestudium ist mehr als ein 40 – Stunden – Job,
    auch wenn es wenig Leute glauben wollen!
    Und ja, es lohnt sich !

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  4. Prügelt mich, aber ich fand es auch schön. Es ist zwar sehr verschult, aber der Zusammenhalt im Semester war meist sehr gut und wir haben trotz des fast immer vollen Zeitplans auch viel Spass gehabt.
    Die Chemiestudenten mussten beispielsweise in den Semesterferien Praktikum machen, wir konnten uns ausruhen. Jedenfalls die, die bei den Klausuren erfolgreich waren und nicht nachschreiben mussten.
    Das Arbeitspensum ist durch die Praktika hoch, was einem leider niemand glaubt, aber die Ausfallquote ist deutlich geringer als in vielen anderen Fächern.

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    1. Nee, ich prügel Dich sicher nicht weil Dir das Studium gefallen hat. Die Mit-Studenten sind das eine, tolle Dozenten und interessante Themen und Abwechslung das andere.
      Wie hoch war denn Eure Ausfallquote? Ich glaube unsere lag bei etwa 10%

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      1. So um 10% müsste es auch bei uns gewesen sein. Die meiste Fluktuation im Semester war aber durch Uniwechsler oder „Sitzenbleiber“, die eine wichtige Klausurhürde nicht geschafft hatten.

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        1. Schlagt mich, aber ich würde es besser finden, wenn die Ausfallquote etwas höher wäre, besonders in den ersten vier Semestern.
          Ein paar Leute schaffen die Semester nämlich gerade immer so eben und für die ist die erste richtige Hürde in Deutschland das zweite Staatsexamen nach 8-12 Semestern. Ich kann mir vorstellen, dass das verdammt hart ist, wenn man dann erst nach vier Jahren merkt, dass man das Studium nicht schafft. Der dritte nichtbestandene Versuch bedeutet halt, dass man sich die Appprobation schenken kann.

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    1. Tja, was soll ich als Chemiker dazu sagen? Ja, wir haben eine hohe Abbrecherquote. Aber besser die Leute merken es gleich. Echte Wissenschaft ist nichts für Dünnbrettbohrer :)
      Geistes- und Sportwissenschaftler sehen sich sicher auch als im Glanz beschienene, aber…. nun ja, vom Arbeitspensum im Studium her sind sie das sicher nicht.

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  5. Ich finde es erschreckend, dass so gut wie alle Studenten, die irgendwas im medizinischen/pharmazeutischen Bereich machen, für sich in Anspruch nehmen, das absolut schrecklichste Studienfach mit der wenigsten Freizeit gewählt zu haben.
    Ich studiere Astrophysik in München und möchte mal behaupten, genau das gleiche Schicksal zu teilen.

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    1. Wieso erschreckend? Das sind einfache Fakten. In der Pharmazie ist es sehr verschult, dadurch gibt es viele Pflichtveranstaltungen, einschliesslich zeitaufwendiger Labornachmittage bis 18/19:00 Uhr. Dann abends Vorbereitung auf den nächsten Tag im Labor.
      Ich kenne keine Studiengänge (jedenfalls die normalen), in denen man derart fremdbestimmt ist. In anderen Studiengängen gibt es deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Gespräche mit anderen Studenten bestätigen das.
      Mir hat es trotzdem Spass gemacht.

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      1. In der Ernährungswissenschaft ist es ähnlich verschult – zumindestens bei mir in der FH. Ich hatte oft auch eine 45 Stunden-Woche im Grundstudium. Im Hauptstudium wurde es dann etwas weniger, „nur“ noch 30-35 Stunden pro Woche zzgl. Praktikumssemester.
        In meinem Jahrgang fingen wir mit 150 Leuten an und abgeschlossen mit Diplom hatten ca. 60 Leute. Die meisten wurden durch die Fächer Mathe, Chemie, Biochemie und Physik abgeschreckt -wobei die Studieninfo uns Anfänger durchaus vorher vorgewarnt hatte.

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  6. Hatten wir subjektiv nicht alle das schrecklichste Studienfach? Letztlich haben die meisten doch keine Vergleichsmöglichkeiten „über den Tellerrand hinweg“ – einfach weil der Großteil nur einen Studiengang absolviert.
    Ich für mich kann sogar im Vergleich behaupten, dass das Mathestudium schrecklich ist :D 3 Semester Wirtschaftsmathe studiert (d.h. eigentlich Wirtschaftswissenschaften UND Mathe parallel) und dann hat es mir gereicht, ewig über den Übungsblättern zu hängen. Dummerweise war der Spaß am Studium direkt proportional zur aufgewendeten Zeit. Je weniger Zeit man investierte, desto weniger Spaß hatte man an der Materie und umgekehrt. Ich gehörte eher zur ersteren Fraktion. Anschließend Wechsel auf Volkswirtschaftslehre und das war das beste, was ich je tun konnte. Das Studium war sicher nicht leicht, aber im Vergleich zu Mathe war es viel lockerer (wenn ich allein an den seinem Namen alle Ehre machenden „Frei“tag denke, wo so gut wie nie Vorlesungen/Tutorien stattfanden…hach ja, das waren Zeiten :)
    Ich glaube aber, dass lernintensive Fächer (im Sinne von auswendig lernen, siehe Medizin – ich weiß nicht ob Pharmazie auch in die Richtung ging, auch wenn ich jetzt mit dem Apothekenwesen zu tun habe) mir ohnehin nicht liegen. Logische Verlaufsketten, ja. Verstehen von Abläufen, ja. Auswendiglernen? Niemals. :D

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    1. Von schrecklich ist ja hier nicht die Rede, nur zeitraubend. ;-)
      Pharmazie ist viel Auswendiglernen. Man muss viele Azneistoffe, Körperfunktionen, Pflanzen, Paragraphen (!) usw. kennen. Das geht nur mit Fleiß. Wer aber einen Anspruch an seinen Beruf stellt, der muss auch in der Pharmazie Zusammenhänge verstehen. Das gilt nicht nur für die Forschung sondern auch später in der Beratung des Kunden.

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  7. och ja, mir gefällt mein Studium noch immer… es waren harte, aber schöne Zeiten und nun im 10.Semester versuch ich, das Verpasste an praktischer Erfahrung in der Offizin einzuholen… :)
    Ich kämpfe mich noch immer durch die Spezialitäten-Namen und die einzelnen Dosierungs-schemata! Aber die Patienten-Nähe finde ich etwas unglaublich spannendes und vielseitiges… obwohl ich manchmal schon ziemlich frustriert bin, dass ich nach 5 Jahren noch immer so vieles nachschauen muss, aber scheinbar macht ja Übung den Meister… hoffen wir mal!

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  8. Das hier trifft es auch ganz nett! ;) Werde nun fleißig sein und noch ne Runde lernen – yay! ;)

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