Massnahmen gegen Diebstahl

Auch bei uns in der Apotheke – speziell der Drogerieabteilung hat die Ware die Tendenz einfach zu „verschwinden“. In den Apothekenschubladen ist das weniger der Fall … aber auch das kam schon vor.

Jedenfalls haben wir inzwischen die verschiedensten Massnahmen in Anwendung, um die Verluste zu minimieren.

Früher hatten wir noch Kosmetiksteller vor der Türe, aber spätestens seit dem Typen, der seine Sporttasche da drunter stellte und mit ein paar Armwischen das ganze Gestell in seine Tasche räumte, war klar, dass das keine gute Idee mehr ist. Der Typ wurde übrigens von einem Kunden, der das beobachtet hat und laut schrie unterbrochen und musste letztlich ohne Beute fliehen. Und ohne Sporttasche. :)

Und in der Parfumabteilung stehen auch praktisch nur noch Leerpackungen und Tester.

Die Gillette Rasierklingen habe ich auch in die Schubladen geräumt und ein Schild aufgehängt, dass wir sie noch haben – man frage bitte danach. Seitdem haben wir zumindest da kaum noch Verluste .. und ich habe schon ein paar enttäuschte „Kunden“ (Anführungszeichen mit Absicht) wieder den Laden verlassen sehen, nachdem sie gemerkt haben, dass die nicht mehr in Griffweite sind. Viel weniger verkauft haben wir darum nicht. Also bleiben sie in den Schubladen. (Wieso sind die Leute gerade hinter den Dingern her?)

Leider kann man noch so schauen, es kommt immer wieder etwas weg. Manchmal ist es fast nicht zu glauben, wer da alles klaut.

Letzthin hatten wir eine 50% Schütte mit Kosmetikartikeln, die ausser Handel gehen nahe dem Eingang. Meine Drogistin hat beobachtet, wie eine junge, gut gekleidete Frau sich die Sachen anschaute … und dann ein Maskara in der Hand versteckt nach draussen nahm.

Sie lief ihr hinterher und fragte: „Kann ich ihnen mit unserem Maskara helfen?“ 

Worauf die Frau ziemlich rot anlief und meinte „Oh, habe ich ganz vergessen, dass ich das noch in der Hand habe …“

Ja. Sicher. Darum haben sie auch so gut geschaut, wo wir stehen, bevor sie es mitnahmen.

Sollte man die auch anzeigen?

Habt ihr auch schon einen Diebstahl beobachtet? Wie reagiert ihr da? Als Ladenbesitzer oder als Kunde.

67 Antworten auf „Massnahmen gegen Diebstahl

  1. Ganz ehrlich? Ich habe einmal in meinem Leben was geklaut. Unabsichtlich.

    Wie gings? Nun, ich ging in eine große Buchhandelskette, in die ich sonst nie gehe, suchte mir das gewünschte Buch und stöberte noch. Weil mir das erste Buch im Weg war, klemmte ich. Es mir unter den Arm Am Ende hatte ich drei Bücher in der Hand, die ich auch zahlte.
    Das vierte fiel mir erst auf, als es im Cafe beim Jacke ausziehen runter fiel. Ganz ehrlich – die Story ist so unglaublich, dass ich mich nicht zurück traute um noch nachzuzahlen….

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    1. Mir ging es ähnlich….1x im Leben aus Versehen was geklaut… bei wir war es eine CD…ich stöberte, fand die ganz gut, hab sie in die eine Hand genommen und weitergesucht, ob ich noch was besseres finde. Schließlich bin ich nochmal genau zu der CD gelaufen, nahm sie in die andere Hand (?!) und schaute sie nochmal an… Dann beschloss ich, sie nicht zu kaufen, habe sie zurückgelegt und bin mit der CD, die ich immer noch in der einen Hand hatte, rausgelaufen….Erst als ich schon aus dem Laden und dem gesamten Einkaufszentrum raus war, hab ich es gemerkt…und bin wieder zurück, um sie zu den anderen CDs zu legen ^^…

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      1. Sollte man denken. Vor allem war es ein nicht ganz kleines Hardcover…. Aber nach einer Stunde rumtragen scheine ich da eine Symbiose eingegangen zu haben…. Vor allem- hatte nicht noch bezahlt….

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          1. ja… schon. Das Buch steht auch ganz hinten im Regal… :-(
            Aber ich hatte echt Angst, dass – wenn ich da reinstiefel und das Ganze erkläre – noch eine Anzeige kassiere, nach dem Motto „den dreisten Dieb packt die Reue – doch die schützt vor Strafe nicht“. Von der öffentlichen Bloßstellung in einer großen und belebten Buchhandlungsfiliale ganz zu schweigen.

            Ja, feige, ich weiß. Ist schon bestimmt 10 Jahre her, aber immer noch jagt mich das Gewissen.

            Was ich aber dazu sagen will – im Prinzip finde ich es in Ordnung, einen Dieb anzuzeigen, ich würde aus meiner Erfahrung heraus aber versuchen abzuwägen, was ein dreister Diebstahl ist und was ein Versehen.

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          2. Das mit der Anzeige, wenn du es zurück bringst, das halte ich für sehr sehr unwahrscheinlich. Vor allem, wenn Du erklärst wieso. Ich denke, die normalste (und verbreitetste) Reaktion bei so etwas wäre Erleichterung und Amüsement.

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    2. Bei mir war es ähnlich … Ich kaufe in meinem „Stamm“ Supermarkt mit dem großen „E“ immer 2 Kisten des preiswerteren Mineralwasser die ich dann in dieses Fach unter den Einkaufswagen stelle – eine Flasche nehme ich immer aus den Kisten um sie später dann Später an der Kasse zum Scannen des Barcodes zu packen. Einmal ist es mir gedankenverloren passiert das ich die Flasche aus einer zusätzlichen Kiste genommen hatte und somit 2-kisten + eine Flasche hatte – bezahlt habe ich aber nur 2-kisten … das habe ich beim einladen dann bemerkt, aber es war mir auch zu peinlich dafür nocheinmal in den Laden zu gehen um das nachberechnen zu lassen. Seit dem achte ich auch genau dadrauf das mir dies nicht wieder passiert.

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  2. Hab mal versehentlich in einer Imbissstube die Zeche geprellt- Relativ lecker gegessen, Besteck und Geschirr zur Theke gebracht, ein paar freundliche Worte mit der Verkäuferin gewechselt und den Laden verlassen. Mir ist es erst zu Hause aufgefallen… bin dann aber wieder hin gefahren.

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  3. Wenn es in den Tiefen eines Ladens passiert, dann mache ich das Personal darauf aufmerksam – wenn es im Ausgangsbereich oder vor dem Laden passiert, dann mache ich eine entsprechende Bemerkung.

    Es gibt aber Leute, die sind dermaßen dreist, dass sie einem antworten, die Diebstahlsquote sei eh in der Kalkulation enthalten.

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    1. Das würde dann bedeuten, dass JEDER wegen denen draufzahlt.
      Dementsprechend müsste auch jeder etwas gegen Diebstahl haben – oder?
      Die Einstellung finde ich unmöglich.

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    2. Kaufmännisch betrachtet ganz vernünftig. Bekommt man die Diebstähle nicht in den Griff, erhöht man die Preise. Ist eigentlich üblich in vielen Bereichen.

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  4. Ich hab mal aus Versehen in Canada ein 3-er-Pack Socken geklaut… Als ich es auf der Strasse mit Schrecken gemerkt habe, bin ich schnell in den Laden zurück, um sie zu bezahlen… Gemerkt hatte es niemand; dabei hatte ich die Socken ganz offensichtlich in der Hand und bin einfach aus dem Laden raus gelaufen! Wahrscheinlich deshalb, weil ich mir keiner Schuld bewusst war… ;-)

    Bei uns im Laden habe ich noch nie jemanden beim Klauen erwischt; ich habe dafür immer die Exhibitionisten und die Betrunkenen… :-D

    Würde ich in einem anderen Laden jemanden beim Klauen erwischen, würde ich ein riesen Wirbel machen – ist ja nicht mein Arbeitsort und ich bin keinem Rechenschaft schuldig! :-) Unter meiner Nase muss keiner was klauen wollen. Das treibt die Preise für alle nach oben! :-/

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    1. Exhibitionisten = „können sie sich das hier mal ansehen“? :-)
      Betrunkene – auf Nachschubsuche (Melisana?)

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      1. Exhibitionist = Mann in Hose mit GANZ dünnem Stoff und erigiertem Glied… :-(
        Der Betrunkene wollte auf der Theke ein Nickerchen machen… ;-)

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  5. Ich bin offensichtlich zu blind. Ich würde aber jemandem vom Personal sagen, was ich gesehen habe (nicht: was ich glaube, was passiert ist). Solche Leute können kaum genug bestraft werden. Ich käme nie auch nur annähernd auf die Idee, sowas zu tun, und stelle mir vor, wieviel angenhemer die Welt wäre ohne Leute mit so einer EInstellung. (Respekt vor dem Eigentum anderer würde ja noch viel mehr Dinge verhindern.)

    Interessieren würde mich, wie die Konsequenzen einer Anzeige in der Schweiz sind. Der Shopblogger aus Bremen deutet ja regelmäßig an, dass da im Normalfall fast gar nichts passiert.

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  6. Bei mir ist es eher umgekehrt. Ich schaue mich sehr gerne und lange in den Läden um und kaufe auch nicht direkt immer beim ersten Besuch, da ich es mir gerne überlege. Führt dazu, dass regelmässig nach der Kasse Sicherheitsmitarbeiter angeschossen kommen und mich in das „Lager“ führen, um mich dann enttäuscht ziehen zu lassen, da ich nichts geklaut habe. Eine Entschuldigung habe ich noch nie erhalten. :/
    Vielleicht sehe ich auch aus wie der klassische Ladendieb? Wenn es so einen Typus denn gibt.

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    1. Laut Björn, dem Shopblogger, entwickelt sich da wohl schon ein gewisses Radar.

      Übrigens würde ich niemals mit irgendeinem Spinner mit ins „Lager“ gehen. Ich würde direkt im Laden fragen, was ihn denn zu der Ansicht brächte, ich hätte geklaut und gehen, wenn er darauf keine wirklich gute Antwort hat. Anschließend dann eben alle Notwehrmaßnahmen und anschließend straf- und zivilrechtlichen Folgen, die nötig sind.
      Wenn ich eins NOCH weniger mag als Ladendiebe, dann ist das übereifriges Hilfssheriff-Sicherheitspersonal.

      Sollten sie eine gute Antwort haben (die ich mir ehrlich gesagt beim besten Willen nicht vorstellen kann), würde ich das eben mitten im Laden klären und ziemlich zügig selbst die Polizei rufen. Sollen andere Kunden ruhig sehen, wie der Laden mit Kunde umgeht.
      Was ich sicher in keinem fall tun würde, wäre irgendwo in einem Büro unter 4 Augen meine Taschen leeren.

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      1. Bei Frauen sind die zusätzlich verpflichtet, dass eine weitere Frau bei dem „Verhör“ dabei ist. Da muss man als Frau wirklich nicht mitgehen.

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        1. Da muss man auch als Mann nicht mitgehen – übrigens aus den gleichen Gründen. Wenn man (freiwillig!) mitgeht, ist die Anwesenheit anderer weiblicher Personen Glückssache, verpflichtend ist da rein gar nichts. Taschen öffnen oder durchsuchen darf das Ladenpersonal auch nicht – die können gerne die Polizei rufen. Wenn ich mir sicher bin, im Recht zu sein (also nichts gestohlen zu haben), ist deren erste Amtshandlung die Aufnahme der Personalien des „Sicherheits-“ Personals – wegen Verdacht auf üble Nachrede, möglicherweise Nötigung, versuchte Freiheitsberaubung etc. wird da ganz flott eine Anzeige draus. So weit lassen die es ja normalerweise auch nicht kommen – wenn die sich nicht sicher sind, einen beim Klauen erwischt zu haben, sondern „nur so ein Gefühl“, reicht oft schon der Hinweis, dass man keinesfalls mit ins Büro gehen wird.

          Allerdings macht da der Ton die Musik: Wenn ein „Sicherheitsmensch“ höflich fragt, ob der die Tasche einsehen darf, bekommt er die höfliche Antwort, dass das nicht nötig ist, da ich nichts gestohlen habe. Damit hat sich die Sache auch oft genug schon erledigt.

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          1. Ich habe das mal in einem Baumarkt erlebt, in dem ich in der Bäckerei gearbeitet habe. Da war öfter der Ladendedektiv zu Gast, weil er von dort aus den besten Blick auf die Kassen hatte. Und der hat mir mal erzählt, dass er verpflichtet ist, auf eine Frau (meistens eine Kassiererin) zu warten, wenn er eine verdächtige Frau ins Büro führt. Alleine ginge das gar nicht, dann hätte er vermutlich nicht einmal eine Handhabe, wenn sich rausstellt, dass die Dame wirklich geklaut hat.
            Vielleicht auch als Schutz für sich selbst, damit die Ladendiebin nicht behaupten kann, er hätte sich ihr unsittlich genähert.

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          2. Das ist ja schön, dass er das erzählt hat. Es stimmt aber fast mit Sicherheit nicht. Solche Leute haben keinerlei Sonderrechte und genauso, wie Du niemanden in irgendein Hinterzimmer verschleppen darfst – und wenn der König von China dabei ist – darf er das auch. Wäre ja auch noch schöner.
            IANAL, aber es stehen AFAIK in D lediglich zum einen § 127 STPO zur Verfügung. Den sollte man vorher aber gründlich lesen. Der erfordert „frische Tat“ und bestenfalls kann man gehen, sobald man sich ausgewiesen hat. Schlimmstenfalls bleibt man da stehen, wo man aufgegriffen wurde, bis die Polizei da ist.
            Zusätzlich kommen noch §§859, 860 BGB in Frage, mit denen das DIebesgut ggf. mit Gewalt wiederbeschafft werden könnte.

            Mehr sehe ich nicht und insbesondere halte ich es für hochbedenklich, sich andere Anmaßungen gefallen zu lassen, wenn man unschuldig ist. (Und zumindest als Frau ggf. sogar, wenn man schuldig ist, dann sollte man aber genau wissen, wie man sich wehrt um nicht versehentlich aus einen Diebstahl einen Raub zu machen oder ähnliches.)
            Im Zweifelsfall: Stehenbleiben, selbst die Polizei rufen und bei versuchter Gewaltanwendung um Hilfe rufen. Sollte man auch vor allem seinen Töchtern einschärfen. (Selbstverständlich nach der Lektion, was Eigentum anderer Leute bedeutet und in erster Linie bezogen auf der Fall, dass sie zu Unrecht beschuldigt werden.)

            Ich kläre jedenfalls wie gesagt alles im Laden und teste, falls der Hilfssheriff das will, sonst die zur Durchsetzung benötigten Teile meiner israelischen Nahkampfausbildung.

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  7. Unser „schlauster“ Dieb: Wir hatten ein kleines Körbchen mit Duftölmusterfläschen (pro Flache vielleicht geschätzt 5 Tropfen drin!) stehen. Nach der Kaffeepause war das Körbchen leer! Der Dieb kam nicht reklamieren, dass die Fläschchen fast leer waren ;-)!

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    1. *lach* – da kannst Du Dir gut vorstellen, wie er sich geärgert hat ab dem Fang…

      Da fällt mir der Taschendieb in Palermo ein – der hat eine Tasche erwischt, die vor allem etwas Gemüse und einen Dosenöffner enthielt. Da hatte er wahrscheinlich auch anderes erwartet – blöd nur für uns, den Dosenöffner haben wir für ins Wohnmobil gebraucht, da mussten wir einen neuen kaufen.

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  8. Als ich Teenie war, da bin ich mit einem bekannten Mädchen einkaufen gewesen. Ich hatte nicht so viel Geld mit und musste mir gut überlegen, was ich mir kaufe. Sie ist immer nebenher gegangen.
    Als ich bezahlt hatte und wir aus dem Geschäft waren, zeigte sie mir voller Stolz alles was sie eben geklaut hatte. Ich war geschockt, weil ich nicht bemerkt hatte. Ich wusste überhaupt nicht was ich machen sollte.
    Ich hab nichts von ihren Süßigkeiten gegessen und wollte nachher auch nichts mehr mit ihr zu tun haben.

    Geklaut hab ich noch nie, glücklicherweise auch nicht unabsichtlich, aber bei mir gehen gern mal die Detektoren am Ausgang an. -.-

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    1. Das fände ich auch sehr unschön, wenn eine Begleitung von mir klauen würde. Ich glaube, da fühlt man sich dann noch halb für verantwortlich, auch wenn man nichts dafür kann.

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  9. Seit ich mit dem Kinderwagen unterwegs bin, ist es mir sicher schon 2x passiert, dass ich nochmal in den Laden/an die Kasse musste *rotwerd* (lege kleine Sachen aufs Dach des KiWa)
    In einem 1.–Shop war es zwar nur eine Kleinigkeit, aber die Verkäuferin meinte nur: ach Sie, wenn ich da jedem würd hinterhär ränne… o_O äh, ja, offensichtlich NICHT am Umsatz beteiligt.

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    1. Also, im Einzelhandel dürften wohl die wenigsten direkt am Umsatz beteiligt sein. Und in einem 1,- EUR-Shop dürfte wohl schon die Anzahl der Mitarbeiter so gering sein, dass sie gar nicth den Kunden hinterherrennen kann.

      Allerdings müßte sie als Kassiererin die Artikel auf dem Dach des KiWa sehen. Das ist ihre Aufgabe. Da hat sie eindeutig gepatzt. Allerdings passiert das in einem Gespräch dann leider auch schon mal …

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      1. Sie hätte wohl rennen können, denn so viel Kundschaft war da nicht (kleiner 1Franken-Shop, die sind in der CH nicht so belebt). Aber 1. war da doch grad n Kunde an der Kasse und 2. waren es so kleine Wäscheklammern, die hätte ich auch nicht gesehen…

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  10. Zechpreller kommen bei uns auch immer wieder vor… Das ist schon krass, wie dreist die teilweise sind. Wenn man sie noch erwischt, wird rumgebrüllt, mit der Polizei gedroht und wenn sie dann letztendlich bezahlt haben kriegen sie auch noch Hausverbot.
    Bei manchen überrascht es einen ja nicht mal, aber ich hatte mal ein Grüppchen, die wie Chorschüler aussahen. Als die plötzlich weg waren, war ich einfach nur völlig baff. Seitdem warte ich eigentlich drauf, dass die mal wieder auftauchen…

    Früher, so mit zwölf, hab ich auch mal geklaut… allerdings nicht „aus Versehen“ *rotwerd* Und einmal habe ich im Ausland auch die Zeche geprellt, da war ich aber emotional so auf 180, dass es mir nicht Leid tut.

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      1. Im Ausland? Ich war da in Spanien auf dem Jakobsweg und bin eines Morgens in ein Café, um was zu trinken und zu essen. Ich musste eine halbe Stunde ausharren, obwohl ich direkt vor der Theke stand, aber die Kellnerin hat mich ignoriert, stattdessen haben ständig irgendwelche Leute über meinen Kopf hinweg bestellt.
        Ich hätte wahrscheinlich heute noch nichts, wenn sich nicht ein Holländer, der die Misere mit ansah, erbarmt hätte und für mich auf Spanisch (und laut) bestellt hätte. Als ich dann endlich mein Zeug hatte, drehte ich mich um und alle Tische, die vorher leer gewesen waren, waren besetzt. Zu Niemanden durfte ich mich dazu setzen, also musste ich auf die Terasse, obwohl es an diesem Morgen kalt und nieselig war.
        Nachdem ich beim Essen Zeit gehabt hatte, mich innerlich so richtig in Rage zu schaffen und mit dem Gedanken, dass ich mich jetzt wahrscheinlich wieder eine halbe Stunde anstellen dürfte, um zu bezahlen, obwohl noch 25 Kilometer an diesem Tag auf mich warteten, bin ich einfach gegangen. Ich weiß, dass das nicht korrekt ist, aber es tut mir ganz einfach wirklich nicht Leid :|

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        1. … und irgendwo verstehe ich das auch.
          Ich habe mal in Amerika kein Trinkgeld gegeben – die Leute, die dort bedienen bekommen oft nur einen Minimallohn und leben vom Trinkgeld – das war nach einer ähnlichen Situation. Da dran denke ich noch heute :-(

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  11. Ich würde es knallhart anzeigen wenn eine dumme Reaktion wie lahme Ausreden oder Unverschämtheiten kommt. Wenn der Dieb es direkt zugibt und sich entschuldigt würde ich ihn wohl ziehen lassen.

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  12. Diebstähle kommen oft von Leuten vor, von denen man es gar nicht so erwartet. Bei uns sind mittlerweile alle teureren Kosmetika entweder nur als Leerpackungen vorne oder so weit oben, dass ein Diebstahl auffällt. Extrem beliebt sind auch sämtliche Make up-Tester, das geht so weit, dass aus Kompaktmakeup-Pfännchen Teile rausgekratzt werden – für uns besonders ärgerlich, weil man die nicht bei jedem Hersteller wieder einfach nachbestellen kann.

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  13. Ganz ehrlich – wenn man Exempel statuiert, sollte es doch irgendwann weniger werden, oder?! In fast jedem Supermarkt steht „Jeder Diebstahl wird angezeigt“ und – zumindest in dem, in dem ich gearbeitet habe – kam wegen jeder Deo-Dose die Polizei. Das spricht sich rum und die Zahl der Diebstähle sollte doch sinken. Ganz vermeiden lässt es sich sicher nie – aber sobald ein Diebstahl vorliegt, würde ich ihn zur Anzeige bringen – ohne Wenn und Aber (auch bei Jugendlichen! Du glaubst gar nicht, wie sich Kinder mit „gelungenen“ Straftaten aufheizen. Auch mit denen, die eigentlich schief gegangen sind, aber ungeandet blieben!)

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    1. Supermärkte sind auch einiges grösser als Apotheken oder Drogerien (meistens jedenfalls). Da würde ich das unbedingt auch machen. Das Problem ist das erwischen und beweisen. Wir haben auch keine Kameras.

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  14. ….. bei den gillette-klingen (….. ersatzklingen zu den „rasierapparaten“ oder einzelne, offene rasierklingen…..) kann ich ’s ’n bisserl verstehen, denn grad für die ersatzklingen wird ja ’n heidengeld verlangt – zum glück bin ich seit jahren bekennender bart-träger und brauch‘ von denen so selten….. ;-)

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  15. Gilette-Klingen – ja, das verstehe ich auch. Die kosten halt richtig viel. Zumindest hier in D.

    An der Kasse im LEH ist es mir hier auch mal passiert, dass eine Kundin mit Kinderwagen, Kind und Mann nur einen Teil aufs Band packte und dann von den Windeln auch zwei Pakete abgezogen haben wollte. Lag nicht vorn, ich hatte nett geplauscht – und schon ein Paket vergessen. Sie kam Tage später wieder in den Markt. Und sprach meinen Chef an. Ich durfte das Paket abziehen – und mir hinterher ne ganze Menge Dinge anhören. War das erste mal nach Jahren in dem Markt. Passiert halt. Fehlerursache hab ich für mich aufgedeckt und abgestellt.

    Diebe, die ich beim Klauen von Zigaretten vorn an der kasse beobachtet habe, habe ich beim Kassieren noch mal direkt angesprochen, ob sie nicht doch noch ein oder mehrere Päckchen vergessen haben (meist lag ja eins zum Bezahlen drauf). Wenn sie Verneinten, bezahlten und dann beim Checkout den Alarm auslösten, sind einige stehen geblieben. Die bekamen eine Anzeige. Bei einigen anderen bin ich hinterher, die haben den Laden nicht verlassen. Würd ich heut wohl nicht mehr machen. Andere, die nicht bezahlten und gleich an der Kasse vorbeiflitzten – meist, wenn es sehr voll war – die bekam man natürlich nicht. Aber auch für solche Leute bekam man irgendwann ein Gespür …

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  16. Manchmal passt das wie Faust aufs Auge ;)

    Über 1 Prozent des Kaufpreises betragen die Kosten für die Diebstähle insgesamt. Nachzulesen in einer Studie, über die Heise in diesem Artikel berichtet:

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  17. Früher hat ein Bekannter das ziemlich organisiert gemacht – hat sich Zigaretten „mitgenommen“ und dann ganz entspannt etwas reduziert (50 Pf oder 1 Mark weniger) an seine Bekannten weiter verkauft. Ging irgendwann soweit, dass er fröhlich 2 Stangen (!) eingepackt hat und raus ist. Hat sich auch dementsprechend weiter entwickelt und das letzte, das ich mitbekommen hatte, war, dass er für längere Zeit die JVA von innen angeschaut hat…

    Und ja, gerade bei den Teenies war das damals schon fast in – rein, Tshirt unter den Pulli anziehen und raus. Oder Sachen in die Rucksäcke packen. Da fing das ja erst an mit den Alarmdingern.
    Glaube nicht, dass man da langfristig denkt – oder wie sich das evtl auf andere Leute auswirken könnte…

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  18. Bei den Rasierklingen habe ich mal gehört, dass diese ja sehr klein, aber recht teuer sind. Die werden oft in größeren Mengen geklaut und dann weiterverkauft.

    Meine Schwester hat mal eine Flasche Eistee hinter einem Regenschirm im Einkaufswagen vertauscht, weil sie dachte, dass meine Mutter das dann nicht merkt. Sie wollte die nicht klauen, sondern hatte Angst, das meine Mutter sagt, Eistee gibt es nicht. Draußen hat sie die Flasche dann gesehen, aber hat sich auch nicht zurückgetraut ;)

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  19. Hab es auch schon geschafft aus Versehen etwas aus dem Laden zu schmuggeln, aber bisher bin ich dann immer wieder zurück und kann jedem nur die Angst nehmen. Die Kassierer sind normalerweise dankbar, dass man zurückkommt und bisher war mir da noch nie jemand sauer, geschweige denn dass ich da Angst hätte haben müssen, deswegen angezeigt zu werden.

    Selbst hab ich bisher nur einen Ladendiebstahl mitbekommen, jemand der sich in der Tanke zwei Flaschen Whiskey eingesteckt hat. Hab ihn erst angesprochen, als er dann an mir vorbeistürmen wollte gepackt und am Gehen gehindert und bin ihm dann freundlich aus dem Weg gegangen, als er mir gedroht hat ein Messer zu ziehen. Im Nachhinein denke ich zwar, dass ich ihn hätte überwältigen können, bevor er auch nur eine Chance gehabt hätte ein Messer zu ziehen, aber in dem Moment war mir mein Leben dann doch mehr wert als zwei Flaschen Whiskey.

    Die Aktion hat dann allerdings aus einem Diebstahl einen räuberischen Diebstahl gemacht und ich konnte ihn auch identifizieren. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, weil er wohl noch wegen anderer Vergehen deutlich höhere Strafen zu erwarten hatte (Auch ein komisches Gesetz, dass so was dann gar nicht mehr verfolgt wird, wenn es wahrscheinlich ist, dass er wegen anderer Sachen verurteilt wird).

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  20. Gilette-Klingen werden, wie auch Parfums, eher nicht von den Nutzern geklaut. Das sind kleine, hochpreisige Sachen, die sich perfekt dafür eignen, geklaut und an kleine Kioske usw. weiter verkauft zu werden.
    Ist mir vor kurzem in Hamburg passiert (gute Gegend, nähe Jungfernstieg): Ich bestelle mir einen Döner, ein etwas verwarloster Mensch kommt rein, legt ein Parfum OVP auf den Tisch, sagt „von Rossmann“ und bekommt vom Dönerverkäufer im Gegenzug ein bisschen Geld. Das Parfum verschwand schnell unter der Theke.

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    1. Achso, bei dem offensichtlich begangenen Diebstahl habe ich meinen Mund gehalten. Weil ich ungern selbst am Grillspieß hängen wollte.

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    2. Entzückend – aber da müsste man sich zuerst mal den Kiosk/Dönerbudenbetreiber vornehmen – der hat das ja mit seinem Verhalten praktisch angezettelt.

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  21. ich habe in einem sportladen mal eine wetterjacke mit einknöpfbarer fleecejacke gekauft..die eine mitabreiterin sagte der dame an der kasse noch „pass auf, das sind zwei jacken“. kurz nach dem verlassen des ladens wunderte ich mich noch über den günstigen preis (hab da noch nicht geschnallt, dass die kassiererin nur die außenjacke abgerechnete hatte.) . dann begann es langsam zu dämmern…dann hab ich mich ein minütchen gefreut über mein „schnäppchen“. hab aber am gleichen abend noch angerufen deswegen, dass ich am nächsten tag zurückkomme um das missverständnis aufzuklären und die innenjacke zu bezahlen. – wollte ja mit gutem gewissen den laden wieder betreten können :-)

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  22. Ich hab auch schonmal geklaut.

    Ich war drei und wartete mit meiner Mama in der Schlange eines Ladens und war fasziniert vom Einkauf des Kunden vor uns, denn der hatte unter anderem ein Stück von irgendwelchen sehr lecker aussehendem Süßkram dabei.
    Meine Mama war gnädig und wollte mir auch so ein Teil kaufen. Kunde und Verkäuferin schnasselten, dann packte der Kunde ein und suchte seinen Naschkram und fand ihn nicht und ging schließlich ohne, meine Mama bezahlte und ich bekam meinen Süßkram.
    Draußen entdeckte dann meine Mama, dass ich zwei Stück hatte.

    Ich selbst erinnere mich nicht mehr daran, aber meine Mama umso besser. :)

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    1. Mit 3 hat man ja auch noch kaum eine Vorstellung von „Mein“, „Dein“ – und „Das gehört erst uns, wenn wir es bezahlt haben“ – was ist da schon Geld?

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  23. Wir haben das Problem ja am ehesten mit jungen Leuten. Bei Teenies bekommen die dann einen Brief bzw. deren Eltern, es wird sich getroffen, Ware zurückgegeben oder, so nicht mehr vorhanden, Schadenersatz bezahlt – und dann dürfen die jungen Leute ein paar Mal samstags bei uns Bücher putzen. Das Reinigungsergebnis ist zwar unterdurchschnittlich im Vergleich mit einer professionellen Reinigungskraft, aber der Ärger über die Samstage, die sie in der Biblio statt im Bad/mit Kollegen verbringen müssen, lehrreich ;-)
    Einmal hat mir leid getan, dass ich die Polizei NICHT gerufen habe. Der Junge war beim ersten Mal 8, beim zweiten Mal 10. Ich war noch recht neu als Filialleiterin und habe nicht gemerkt, dass es ein absoluter Hilferuf war. Ich habe den Knaben ein paar Jahre später wiedergetroffen, da hat er mir fröhlich erzählt, dass er inzwischen im Heim wohnt und abwechselnd an den Wochenenden seine mittlerweile geschiedenen Eltern besucht. Da war in der Familie wohl einiges im Argen.

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  24. Wir hatten in meiner alten Dienststellen einen Automatischen Kassentresor. Da packt der Kunde das Geld rein, das Gerät zählt und prüft die Noten und nimmt sie unter Verschluss.
    Tja, und während ich die eine Kundin am rechten Schalter versorge, hat mir der Kunde am rechten Schalter das Geld rausgenommen. Die Fehlermeldung habe ich zu spät gesehen, das Video hat leider im falschen Sekundenbruchteil auf die falsche Position geschaltet, so dass man nur die Hand überm Geldfach sah und auf dem nächsten Bild, wie der Kunde die Filiale verlässt.
    Habe ihn dann zur Rede gestellt und er hat es quasi zugegeben, aber da war nichts mehr zu holen. Uns fehlte diese Sekunde zwischen Zugreifen und Rausgehen.
    Monate später war ich hochschwanger, stand am Tresen und weigerte mich, ihm Vorschuss zu geben. Da wollte er mich mit der Gehhilfe schlagen und ich konnte ihn nur mit der Drohung, die Polizei zu rufen, loswerden. Da hat er sich auf die Lauer gelegt und mich bis zum Auto verfolgen wollen. Zum Glück warnte mich die Kollegin per Telefon.

    Und jetzt der Hammer: Als ich ihm die Geschäftsverbindung kündigen wollte, hat die Rechtsabteilung unserer Firma entschieden, dass er ein Recht auf ein Jedermannkonto hat. Und dass dieses Recht scheinbar schwerer wog als der Schutz meiner Person. Und meines Ungeborenen.
    Ich bin nie der Typ gewesen, der die Schwangerschaft für Sonderbehandlung genutzt hat. Aber als der Jurist damals meinte „solange er nur fuchtelt mit der Gehhilfe und nicht geschlagen hat“, da bin ich fast geplatzt und habe gemotzt „ich bin hochschwanger, meinen Sie dass mein Kind den ersten Schlag mit einer Gehhilfe unbeschadet überstanden hätte? Sie liefern eine Schwangere einem betrunkenen Dieb und Randalierer aus, das lässt tief blicken.“
    Und dann habe ich aufknallt und geheult, weil ich mir nach 17 Dienstjahren so schäbig verraten vorgekommen bin. Von einem Juristen, der sich in seinem Büro nie mit besoffenen Dieben, die tätlich werden, herumschlagen muss.

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    1. boah, das ist ja heftig! :(
      Ich hoffe, das ist schon eine Zeitlang her – und der Nachwuchs ist gesund und inzwischen gut gewachsen… :-)

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    2. Da schliesse ich mich an. Enttäuschend von den Arbeitgebern, dass die nicht hinter ihren Mitarbeitern stehen. Noch mehr hinter so langjährigen Mitarbeitern, die sie eigentlich kennen müssten als Zuverlässig.

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  25. Ich habe noch nie geklaut und habe auch noch nie jemanden gesehen, würde denke ich aber schon jemanden informieren – manchmal bekommt man ja auch eine Belohnung bei größeren Supermarktketten :D .

    Ich wurde allerdings mal mit 10 Jahren zu unrecht verdächtigt eine Tafel Schokolade geklaut zu haben ;) . Die hatte ich zuerst an einem Kiosk für meinen Vater gekauft und bin dann noch in einen Drogeriemarkt um für mich irgendeine andere Schokolade zu kaufen, die der Kiosk nicht hatte … als ich dort vorm Süßigkeitenregal stand, kriegte ich auf einmal Panik, dass die an der Kasse denken, die eine Tafel Schokolade wäre von dort, hab sie also in meine Jackentasche gesteckt und musste prompt zwei Minuten später mit ins Büro ;) . Nach dem die Tussi mich 10 Minuten lang gelöchert hat und ein Geständnis erzwingen wollte, ich aber nur geheult habe und immer wieder gesagt habe, dass die Schokolade vom Kiosk nebenan ist, hat sie sich erbarmt und ist mir dahin gelaufen, wo mich die Kioskbesitzerin \”rettete\”. Eine Entschuldigung habe ich nicht bekommen (bei Kindern muss man das ja nicht tun ;) ) -bin dann aber auch ein Jahr nicht mehr in den Laden, bzw. hab immer geguckt ob die \”blöde\” Verkäuferin Dienst hat

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