Anspruchsdenken

Die Frau fragt in der Apotheke nach „Taschenapotheken, also so kleine mit Pflaster und Desinfektionsmittel und Verbandsmaterial drin.“

Ich zeige ihr, was wir an Lager haben. Die kleinsten kosten etwa 7 Franken.

Frau: „Haben sie nicht auch Muster davon? Manchmal gibt es die auch geschenkt!“

Pharmama: „Immer seltener, ja. Die Firmen sind auch nicht mehr so spendabel, was Muster angeht – und ganze Taschenapotheken zum verschenken habe ich schon Jahre nicht mehr gesehen. Ein paar Pflaster hätte ich vielleicht noch …“

Frau: „Ach, nein, lassen sie nur. Ich dachte ich bekäme hier eine.“

Sagt’s und geht – wahrscheinlich um es woanders zu versuchen.

Hmpf. Aber selbst wenn wir so eine gehabt hätten (hat die noch irgendjemand als Muster?) – das ist etwas, was ich nur bei einem Einkauf abgeben würde.

Irgendwie haben wir wohl in den letzten Jahren eine Kundschaft mit Anspruchsdenken herangezüchtet. Im Winter sind es gratis Taschentücher und beim Jahreswechsel gratis Kalender, im Sommer Taschen- und Reiseapotheken, an Ostern irgendein anderes Geschenk und Blümchen oder Schoggi am Muttertag. Ich hab‘ das Gefühl, das wird in Zukunft eine Menge enttäuschte Leute geben, wenn das einfach finanziell nicht mehr drin liegt.

 

52 Antworten auf „Anspruchsdenken

  1. Die einzigen kostenlosen Muste dieser (ja eher nutzlosen) Taschenapotheken habe ich immer wieder auf Kongressen gesehen, z.B. auf dem DAC (Anästhesie), wo irgendwelche Firmen gerne kleine gadgets verschenken wie Pflasterboxen oder auch mal eine Taschenapotheke mit steriler Verbandauflage drin. Ich finde es immer am praktischsten, sich selbst ein Minitäschchen mit Lieblingspflastern etc. einzupacken, das paßt dann auch garantiert ideal in die eigene Tasche.

    Aber ja, Anspruchsdenken gibt es überall. Etwas haben zu wollen, ohne zahlender Kunde zu sein, ist aber schon dreist. Außer es ist ein Kind, was für die Schultombola sammelt, da könnte ich das eher verstehen!

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  2. Hihi, ich wurde mal von einer Apothekerin verwundert angeschaut, weil ich den Kalender zum Jahresende dankend abgelehnt habe. Ich habe ihr nett gesagt, dass ich schon einen habe und keinen weiteren mehr brauche. Die Kundin hinter mir hat dann tatsächlich gesagt, dass man nie genug Kalender haben kann. :-D Ich brauch nur einen! Klar freue ich mich über ein paar Bonbons oder ein Paket Taschentücher, aber erwarten würde ich das nie. Viel wichtiger ist eine ordentliche Beratung ;-)

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  3. An einem Tag im Januar kam vor ein paar Jahren ein mir völlig unbekannter Kunde in die Apotheke und fragte in sehr fordernden Ton sein Weihnachtsgeschenk. In allen anderen Apotheken wäre er schon gewesen und überall sein Geschenk bekommen, jetzt wäre er hier uns wolle das Geschenk von uns. In der darauf folgenden Diskussion benutzte er sehr viele Formulierungen wie „das ist doch selbstverständlich“, „das war immer schon so“, „so eine unverschämte Apotheke habe ich noch nie erlebt“ und schließlich die ultimative Drohung, die jeder Dienstleister zur Genüge kennt: „Zu Ihnen komme ich nie wieder!“ Das hat mich in diesem Fall aber nicht besonders interessiert, da dieser Kunde sowieso noch nie bei uns gewesen ist.

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    1. Wie dreist kann man eigentlich sein? Mich würde mal die Altersstruktur dieser „Forderer“ interessieren. Ich weiß nicht, ob ich jetzt unnormal bin, aber auf die Idee würde ich niemals kommen (bin übrigens 34 Jahre), wenn ich so was mit bekommen würde, würde sofort das Fremd schämen einsetzen ;-)

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      1. Das hat wohl weniger etwas mit Alter als mit Erziehung zu tun. Hab auch schon Leute erlebt, die ihren Kindern erklärt haben, wie man sich Verkaufspersonal gegenüber „benimmt“ – bloß nicht freundlich sein, sondern immer im Befehlston und rausschlagen was geht. So nach diesem Motto hier:

        Es gibt ja auch schon Seiten im Netz mit Spartipps, nach dem Motto: „Gehen Sie nach Weihnachten durch die Läden, oft bekommt man kleine Geschenke.“ Da steht dann vielleicht nichts von einfordern, aber wer extra wegen Kalendern, Kulis und Cremetütchen durch die Läden zieht ist da wohl sowieso schmerzfrei.

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    2. Das ist ja der Hammer – der klappert also an Weihnachten die Apotheken ab, um überall was abzuräumen. Aber Kunde ist er nicht.
      Da macht dann das „.. komme ich nie wieder“ auch nicht wirklich etwas aus. Denn ansonsten hätte man ihn höchstens an den nächsten Weihnachten wieder gesehen…

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  4. Aus Zeitrgründen gehen wir manchmal in eine Apotheke direkt beim Supermarkt. Da gibt es ungelogen bei jedem Einkauf irgendetwas dazu. Am Anfang war das ja noch ganz lustig aber mittlerweile wehren wir uns da fast schon gegen die „Geschenke“. Es sind teilweise so Dinge wie orangenförmige Salzstreuer.

    Meine Lieblingsapotheken mag ich nicht wegen irgendwelcher Geschenke. In der einen habe ich glaube ich noch nie etwas dazu bekommen, in der anderen gibt es ein Treuepunktsystem von dem wir aber irgendwie auch noch nie etwas einlösten.
    Aber was mich an den beiden begeistert ist einfach der freundliche Service und die Beratung.

    In der Supermarkt-Geschenke-Apotheke wurde ich noch nie gefragt ob ich weiß wie ich ein Medikament einnehmen soll oder auf Dinge die zu beachten sind hingewiesen. Dafür gab es aber immer etwas ins Plastiktütchen.

    Ich hoffe ich werde in Zukunft auch noch die Wahl haben zwischen Beratung und Geschenken zu wählen. Ich weiß jedenfalls was mir wichtiger ist.

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  5. Ich erwarte nichts, aber ich fand es nett, als ich nach einem Grosseinkauf (3x Antibrumm, 2x Fenistil, Waschlotion und noch ein paar Kleinigkeiten) themenbezogen noch ein paar Müsterli angeboten bekam. Ich habe dann auch nur ausgewählt, was ich wirklich benutze, über den Rest darf sich die nächste Grosseinkaufs-Kundin freuen :-) – so eine Mini-Sonnencremetube ist für den Lapplandurlaub nämlich tatsächlich ausreichend *g*.
    Aber wenns nichts gibt, ist es mir auch recht, den Grosseinkauf mache ich trotzdem.
    Aber ich war ja auch bereit, mein Contour-Gerät + Messstäbchen + Piekser selber zu zahlen, weil der Arzt das noch nicht für notwendig hielt. Die Apothekerin war ganz erstaunt ^^ (und versucht es jetzt doch über die Krankenkasse zusammen mit dem Rezept fürs Metfin, finde ich ebenfalls nett).

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    1. Fenistil, Bepanthen und Sonnencremen sowie Handcremen sind in meinen Augen die besten Muster … vor allem zum abgeben in der Ferienzeit. Leider gibt es die nicht immer und wenn nur in beschränkten Zahlen.

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  6. Also über Taschentücher freu ich mich immer (auch im Sommer!), und über Traubenzucker für die Kinder. Mehr krieg ich selten, brauch ich auch nicht und verlangen tu ich schon gar nichts.
    Manchmal frag ich mich, ob Menschen mit dieser Anspruchshaltung glücklich werden. Wenn ich unverhofft etwas geschenkt bekomme, dann ist das ein positives Erlebnis. Wenn ich dagegen etwas erwarte, werde ich im schlimmsten Fall enttäuscht und im besten Fall ist das Erlebnis neutral, also das, was ich erwartet habe. Raum für Freude ist da irgendwie nicht eingeplant.

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  7. Fein, dass es dafür nicht mehr reicht, denn mich haben die ungefragten Gratisgaben auch immer genervt. Die Taschentücher der Marke, die ich nicht will, die Kalender, die furchtbar hässlich sind, die Traubenzucker, schöne einzeln verpackt, die dann doch nur wochenlang in der Tasche rumfliegen. Ablehnen produzierte pikierte Apothekerblicke und jedemal nötige Diskussionen. Brauch ich wirklich nicht.

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  8. Ich frag mich manchmal, wie sich solche Leute abends dann fühlen, wenn sie heimkommen. Was denken die dann über sich und andere?
    Oder wenn die sich beim Kaffeeklatsch über sowas beklagen bei Freunden, sagt da niemand was? Sind die Freunde alle auch so?

    Ich freu mich über Taschentücher. Oder Handcreme in sehr kleinen Tuben. Oder so. Aber nötig ist es nicht, wieso ist das eigentlich üblich? In anderen Läden bekommt man doch auch nicht dauernd was gratis.

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  9. Geschenke, die ich nützlich finde:

    – Bepanthen-Musterpackungen. Bepanthen braucht man immer, so ganz ohne Schrammen macht man keinen einzigen Sport draussen.
    – Taschentücher (die landen aber in meinem Vorrat, der jetzt schon für die nächsten 1-2 Jahre reicht). Aber dann bitte ohne „Gletscherduft“ und so. Das kenne ich schon vom Klopapier.
    – Pflaster (…hab auch schon zuviel zu Hause und brauche sie kaum. Das letzte, ein Winnie-the-Pooh-Pflaster, hab ich auf den Kletterhelm geklebt.)
    – Vitaminbrause und sonst etwas, das gegen Erkältungen bzw. Grippe hilft

    Ja, aber diese Taschenapotheken sind wirklich nutzlos, wie arzt4empfaenger es sagte. Da stelle ich mir lieber eine eigene zusammen.

    Betadin, Taschentücher, Wundgaze, Sporttape, Ibu, Taschenmesser, Pinzette.

    Sporttape hilft auch gegen Blasen an den Füssen und Rissen in den Kleidern. Pflaster kann man aus dem obengenannten Zeug selber basteln.

    Für fortgeschrittene Unfallverursacher ;-) gibts es zusätzlich auch einen SAM-Splint, stärkere Schmerzmittel bei den üblen Verletzungen (Arzt fragen…) und Reepschnur (ein 3-5 mm dickes Nylonseil, z.B. um eine Armschlinge zu basteln oder einen kaputten Rucksack zu reparieren). Dazu noch einen billigen Biwaksack oder eine Rettungsfolie. Wasserdesinfektionstabletten (oder Loperamid gegen den Durchfall) sind auch eine gute Idee.

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  10. Ich stand mal auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin und stellte fest, daß ich keine Taschentücher in der Tasche habe. Etwas in Eile, bin ich in die Apotheke dort gegangen und habe versucht, eine Packung Taschentücher zu kaufen. Ich bekam stattdessen eine geschenkt, aber erwartet hatte ich das nicht — ich hätte sie auch bezahlt. Bin ich noch normal oder ein Relikt aus einer anderen Zeit? (o.O)

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        1. :D

          Ich mag es auch nicht, „Hauptbahnhof“ zu sagen. Mit bloss 14 Geleisen kann sich dieser Bahnhof nicht mal mit Basel SBB oder dem in Bern messen… :)

          Köln Hbf ist mit 11 Geleisen auch klein… *duck*

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          1. Na ja, der Sinn eines Durchgangsbahnhofs ist ja auch, für das gleiche Zugaufkommen wesentlich weniger Gleise zu brauchen als ein Kopfbahnhof.

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          2. Ja, da hast du recht.

            Aber ein Bahnhof hat auch die Funktion, eine Visitenkarte der betreffenden Stadt zu sein. An einem „Regionalbahnhof“ zu landen wie Bonn Hbf ist einfach nicht sexy. Ein Kopfbahnhof, wo die Züge ruhig zehn Minuten lang herumstehen, ist auch irgendwie… ja, gemütlich und schön. Die Züge beugen sich dem Diktat des Bahnhofs…

            Und es hat einen Grund, weshalb Basel SBB ähnlich aussieht wie das Parlamentsgebäude in Bern.

            …man merkt, ich habe als Kind zuviel Railroad Tycoon gespielt und sollte mich wieder um pharmazeutische Belange kümmern, wie sie auf diesem Blog passend sind. :P

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  11. Ich suche mir meine Apotheke nicht nach dem Geschenk sondern nach dem Parkplatz vor der Tür aus. Und meine Lieblingsapotheke ist leider auch eine „komm so oft Du willst, hier gibt es immer ein Geschenk“-Apotheke. Geht man erst in die Apotheke um sich zb Kopfschmerztabletten zu kaufen, dann gibt es ein Geschenk. Geht man dann zum Arzt im Haus und kommt nochmal mit dem Rezept, dann gibt es noch ein Geschenk. Und immer so schlimme Dinge wie Topflappen, Gefrierboxen, Kerzen, Anhänger, Apfeltrenner, …. Der Gedanke ist ja nett und sicher auch kräftig Kunden bindend, aber eine Probe, Taschentücher oder eben das übliche Pflaster sind doch viel praktischer und passend zu einer Apotheke. Ich lehne immer alles Untypische ab, bin aber immer für Bonbons zu haben (ich gestehe). Übrigens brummt der Laden …. also es funktioniert. Ich bin nur dankbar für den Parkplatz – ich faule Socke.

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  12. Zu langsame Internetverbindung um mich einzuloggen ^^“
    Also das ist echt ganz schön frech. Bei uns kam letztens auch eine Frau rein, ihre Tochter hätte ein Werbegeschenk bei uns bekommen und sie wollte das jetzt auch haben (War so eine potthässliche Voltarentasse, die wir der jungen Frau mitgegeben haben, weil sie für gute 80 Euro Homöopathika und eine große Tube Voltaren nebst dazugehöriger Tabletten gekauft hat). Ich war so dermaßen überrumpelt, dass ich der Dame die Tasse einfach mitgeben habe und habe mich hinterher erstmal gefragt, was das denn jetzt wohl gewesen ist.
    Aber ich mag sie auch: Die Leute, die zu jedem noch so kleinen Teil, dass sie sich holen etwas dazu haben wollen („Haben sie noch ein Pröbchen für mich?“ oder ganz nett auch „Ich hole hier so viel, da muss es aber doch mal was geschenkt geben!“ Eine fuhr mir sogar an, als sie ihre vorher bestellten Medis holte und ich ihr nicht automatisch eine Probe dazu legte „Nicht mal eine Probe gibts heute?! Das bin ich aber anders gewohnt!“) und dann auch meckern, wenn ihnen die angebotene Probe nicht gefällt. >.< Mehr als Magnesium von diversen Firmen, Pferdesalbe und Co haben wir zur Zeit auch gar nicht da, weil die Firmen einfach nicht mehr so gerne was raus schicken. *seufz*
    Und von Kalendern will ich gar nicht erst anfangen. Spätestens im September geht die Fragerei wieder los. Und dabei sind diese Kalender, die wir jedes Jahr da haben dermaßen hässlich, dass wir sie selbst nicht mal leiden können…

    Naja… zum Glück sind nicht alle Leute so ^. ^

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    1. Wieso ist die Internetverbindung zu langsam? Nur hier oder ist das ein allgemeines Problem?

      Kalender … oh ja, da gibt es wirklich Leute, die warten nur drauf.

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  13. Ich wart noch drauf, daß einer bei mir vorbeikommt und einen Schluck Wein und ein Stück Brot will, weil sein Kumpel das letzten Sonntag doch auch gekriegt hätte… :P

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    1. Dann würde ich ihm sagen: „kein Problem, kommen sie nächsten Sonntag vorbei, da gibt es das wieder …“

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      1. Das gibts bei uns nur einmal im Monat; wir sind doch nicht römisch… ;)
        Aber im Prinzip ist die Antwort richtig.
        Und man kann dann auch an jenen Tippelbruder denken, der sagte, im Pfarrhaus gibts immer gute Suppe, aber man muß auch jedes Mal eine Predigt hören. :D :D :D

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  14. Mir ist noch so ein Gedanke gekommen.

    In der Gastronomie sind Löhne von 2700 Franken/Monat für ein 100%-Pensum zum Teil üblich. Umgerechnet auf eine Arbeitsstunde sind das 15.55 Franken.

    Wenn sie eine halbe Stunde Zeit aufwendet, um eine billige Taschenapotheke für 7 Franken kostenlos zu erhalten, dann „arbeitet“ sie rechnerisch gesehen für knapp weniger als diesen Serviertochterlohn.

    Das Verhältnis fällt noch ungünstiger aus, wenn man annimmt, dass diese Frau einen besser bezahlten Lohn hat…

    …das Schöne ist somit, dass diese Schnorrer-Mentalität den Geizhälsen selber schadet. :)

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  15. Ehrlich gesagt, statt irgendwelchen billiugen Chinakrempel oder irgendwelche Taschentücher zu verschenken könnten sies mal mit billigeren Preisen probieren.

    Ich habe öetztens für ne PAckung Aspirin 4,50 € gezahlt und online hätte ich die uahc für 2,00 bekommen.

    Ich kan die Leute shcon ein wenig verstehen, meine Onlineapotheke schenkt mir z. B. für jedes eingelöste Rezept einfach so 5,00 Euro als Rabatt bei einer nächsten Bestellung… und gerade mein Allergiezeugs kaufe ich da ständig. Mag ja sein das ich dann keine Beratung bekomme, aber bei Sachen die ich schon Jahre nehme brauch ich das auch nicht…

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  16. Oha, das erinnert mich an meine Oma, die früher gerne an Weihnachten durch sämtliche Apotheken (und Metzgereien) ging, um ein Geschenk zu ergattern, mir war das schon als Kind sehr unangenehm, obgleich sie immerhin wenigstens etwas gekauft hat, wennn sie „schnorren“ ging.

    In unserer Stammapotheke gibt es Traubenzucker für die Kids – was es aber außerdem gibt: eine gute Beratung, ein nettes Wort, Kompetenz und Service. Ich würde – natürlich – auch hingehen, wenn es keinen Traubenzucker gäbe (obgleich die Kids sich vermutlich so sehr daran gewöhnt haben, dass sie ein bisschen traurig wären, wenn das wegfiele :D)

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    1. Aber deine Oma hat wahrscheinlich zumindest vorher da auch regelmässig eingekauft … dann finde ich das auch wieder nicht so schlimm.
      Traubenzucker für die Kleinen … das merken die ganz schnell, dass es da gibt.

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  17. Ohhhh ja, das kenn ich. Hab ja im Reisebüro gearbeitet und da kamen ständig Schnorrer rein.
    Kein Problem, dass das Kind gern einen Teddy bekommt wenn eine Reise gebucht wird. Selbst wenn es nur eine Bahnfahrt war….
    Aber Leute die einfach nur reinkommen um was geschenkt zu bekommen sind … *argh*

    Wobei ich gestehen muss dass ich meine Stammapotheke letztens total süß fand. Ich stand da mit dickem Kullerbauch (unübersehbar Schwanger) und hab noch n paar Kleinigkeiten eingekauft. Da packt mir die nette Dame auf einmal ne richtige Tüte voll mit allem Möglichen was die so an Pröbchen da hatten. Duschgel, Tee, Bonbons, Taschentücher und Pflaster.
    Mit einem Lächeln und dem Satz „Als Mama werden sie das bestimmt noch brauchen“ bekam ich die Tüte überreicht. Ich fand das soooo lieb von ihr.
    Wobei ich auch in diese Apotheke gehe ohne etwas Extra zu bekommen!

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  18. @Sisi: man bekommt im Reisebüro etwas geschenkt, wenn man eine Reise bucht? Das hatte ich noch nie. Und ich habe schon verschiedene Reisebüros verwendet.
    Würde ich irgendwie auch nicht erwarten …

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    1. In meinem liebsten Reisebüro bekommt man eine Tafel „Schoggi“, wenn man nach der Reise vorbeikommt und erzählt, wie die Reise denn war: Ob das Hotel gut war oder die Fluggesellschaft einen bei Problemen geholfen hat…
      Ich mache das nicht wegen der Schokolade, sondern weil man als Kunde von den anderen Rückmeldungen profitiert und ich so wieder was zurückgebe… Ein gutes System! ;-)

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    2. Jup bei uns gab es dann schon. Wir hatten ne ganze Schublade voll mit Krimskram für Kids bis Jugendliche (also vom kleinen Teddy bis zum Schlüsselband) und für die Erwachsenen haben wir oft Piccoloflaschen Sekt gehabt.
      Die Meisten haben sich riesig gefreut.

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  19. Ich habe meine liebste Lieblingsdorfapotheke bei uns um die Ecke. Es gibt hier sowohl das Treuepunktsysystem, d.h. mit 10 Punkten bekommt man 5 EUR Rabatt. Ich bekomme eigentlich immer so einen oder zwei Punkte extra geschenkt, was mich sehr freut, wer freut sich nicht, wenn er die Tube Voltaren 5 EUR billiger bekommt. Die Kinder bekommen immer einen Traubenzuckerlutscher und wir Größen meist noch ein Produkt passend zu unseren Wehwehchen. Halsbonbons, Taschentücher, Vitamine etc. Ich finde das schön geregelt. Aber erwarten würde ich niemals etwas. Viel wichtiger ist es mir, wirklich ausgiebig beraten zu werden und rezeptpflichtige Medikamente im Notfall auch mal so zu bekommen und das Rezept nachzureichen.

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  20. Ich kannte das ja früher gar nicht, da gabs nix dazu in der Apotheke. Einzig die „Junior“-Hefte, die kannten wir und der Apotheker hat zum Sommer hin auch immer ein paar ältere Expemplare aufgehoben, damit wir verschiedene mit in den Urlaub nehmen konnte. :)

    Dass es Kleinigkeiten in der Apotheke gibt, wurde mir erst später klar. Die (ungefragten) Taschentücherpackungen die immer wieder in meinem Täschchen lagen, nehme ich sehr gerne an denn irgendwie schaffe ich es nie, meine Handtasche zuhause aufzufüllen und Tempos braucht man irgendwie immer. Über Traubenzucker freuen sich meine Kinder. Mittlerweile bin ich aber (leider ) in einem Alter, wo ich Cremeproben bekomme. Anti-Falten Creme… sehe ich sooo alt aus? *snüff*
    Als mich demletzt eine Apothekerin nach meinem Einkauf fragte, ob die Cremeproben ok seien , antwortete ich, dass mir Taschentücher lieber seien und ich kam mir gierig vor. Aber sie hatte gefragt.
    Das beste Geschenk war übrigens eine Nagelfeile. Ich sehe sowas ja immer erst zuhause oder im Auto, wenn ich die Tüte auspacke aber da habe ich mich echt gefreut. Ich war nämlich (noch) nichtmal Stammkundin sondern frisch zugezogen und es war mein erster oder zweiter Apothekenbesuch in dem Ort :)

    Ich habe übrigens 2 Stammapotheken: die eine ist die Wohnortnächste, da gehe ich immer hin, wenn ich kein Auto habe, das Wetter nicht gut ist um weit zu radeln oder ich noch 1-2 Tage Zeit habe mit dem Medikament weil sie erst bestellen müssen. Die andere ist die entferntere, die aber fast immer alles da hat und sei es noch so exotisch.

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      1. Jaa, ganz ohne. :) mit Werbeaufdruck der Apotheke
        Wie gesagt, ich gehe immer anspruchslos in eine Apotheke. Noch dazu in eine, in der ich vorher vielleicht ein Mal war.

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  21. Das fängt in Deutschland doch schon bei der Apothekenumschau an. Wehe die Apotheke führt die Zeitschrift nicht, aber 0,25€ mehr Vergütung für verschreibungspflichtige Arzneimittel seit 2004 ist den Werten Damen und Herren dann auch zu viel. Das ganze Gesundheitswesen ist hier zu einer Umsonstkultur verfallen – und der Apotheker zieht immer der kürzeren. Man müsste den Leuten wirklich mal die Rechnungen für das ganze präsentieren, aber das ist dank Rabattverträgen auch nicht mehr möglich…

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  22. Wir haben tonnenweise Pröbchen: Cremes für Körper und Gesicht, Sonnencreme, Zahnpastatübchen für die Reise, Traubenzucker sowieso, Hustenbonbons, Magnesiumgranulat, Kautabletten für Kinder (keine Ahnung was genau drin ist, sah aber für meinen persönlichen Geschmack nicht sehr lecker aus…), dazu natürlich Taschentücher.
    Den Werbe-Schnickschnack gibts natürlich auch, aber der verstaubt hinten im Regal ^^ Heute habe ich gleich zwei Kunden mit den Metalldosen für Aciclostad beglückt, die haben sich riesig gefreut. Eine Creme zum Testen kommt auch immer gut an.

    Meine eigenen Erfahrungen sagen dass Kinderarzt schrecklich, grausam und furchtbar war, aber das Stückchen Traubenzucker hinterher in der Apotheke war immer das Highlight des Tages :)
    Etwas, hmm, brummelig war ich, als ich mit dickster Erkältung ein entsprechendes Rezept eingelöst hatte, vor verstopfter Nase kaum reden konnte, alle Taschentücher schon aufgeschneuzt und mir die Suppe schon fast auf den Schal tropfte… und ich keine Taschentücher bekommen habe. Nach Geschenken frage ich nicht, aber das hätte der Apothekerin schon ins Auge fallen können, offensichtlicher gings kaum… auf sowas achte ich immer. Schniefnase? Taschentücher mitgeben! Gehört für mich zum aufmerksamen Kundenservice irgendwie dazu.

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  23. bei uns gibts die üblichen verdächtigen: taschentücher, traubenzucker und kleine holztiere für die kids. bzw. pixi-bücher von der DHU.
    die tatü und traubenzucker gehen immer. von den holztieren haben wir langsam genug. finde aber nur ich, nicht meine kinder.
    aber am fiesesten ist das fette tretauto, das sie in der apotheke stehen haben! ich liebe diese apotheke, aber mein sohn geht nur unter viel geschrei wieder… die mädels müssen echt masochistisch sein, der ist bestimmt nicht der einzige!!!

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  24. Ich fand/find es her befremdlich mit solch Nippes und Tinnef zugeschoben zu werden.
    Ich habe immer das Gefühl gekauft zu werden zu wollen, manchmal eben auch über die Kinder mit Traubenzucker(Juhu den Mittagsschlaf kann ich vergessen, herzlichen dank für den spaßigen Nachmittag).
    Und letztendlich ist es das ja auch.
    Lieber nen € weniger für die Salbe, als neTüte voller Krims Krams.

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