Was war das seltsamste …

Frage an die Apotheker – und auch alle anderen, die in einem Geschäft arbeiten, mit Blick nach draussen:

Was ist das seltsamste, absurdeste, interessanteste, das ihr je aus eurem Geschäft heraus / vor eurem Laden gesehen habt?

Meines dürfte wohl das gewesen sein, wo irgendein A… sein Auto so ungeschickt auf den Parkplatz vor der Apotheke abgestellt hat, dass das Tram – das ja auf seinem Gleis nicht ausweichen kann – nicht mehr durchkam. Das Tram kommt. Hält. Klingelt Sturm. Autos hupen, ein kleiner Auflauf sammelt sich, aber der Besitzer des Autos ist nicht aufzutreiben. Bei uns drin war er jedenfalls nicht.

Ein paar Männer kommen auf die Idee das Auto von Hand von den Gleisen zu wuchten. Dazu versetzen sie das Auto durch rhythmisches gleichzeitiges Drücken von oben in hüpfende Bewegung. Jeweils wenn das Auto in der Luft ist, wurde es dann seitlich geschubst. Das funktionierte auch .. nur dass am Ende einer der Männer sein Bein drunter hatte, als das Auto wieder runter-kam.

*Kracks.* Bein gebrochen.

Das Tram kam dann zwar vorbei, der Mann aber danach ins Spital.

Das sah etwa so aus (wie im Mittelteil des Videos). Ja, Autos sind schwer – aber nicht unmöglich zu bewegen.

Tschüss, Papa!

Mein armer Kuschelbär hat am Hals einen Pickel bekommen – ein eingewachsenes Barthaar, so wie’s aussieht. Und da das schmerzt und er selber nicht ran kommt, hat er seine Haus-Apothekerin (mich) gebeten, ihm das aufzustechen.

Disclaimer: Das ist nicht empfohlen zu machen, speziell bei Pickeln im Gesicht / Hals, aber da ich ein bisschen Erfahrung damit habe / das nicht an einer sehr schlimmen Stelle war und ich auch das Material habe … und eigentlich, zumindest bei meinem Kuschelbär noch gerne an Bibeli herumdrücke …

… Jedenfalls, ich habe mein Werkzeug gesammelt: Alkoholisches Desinfektionsmittel, sterile Nadel, Gazetupfer, Pflaster … da kommt Junior und beäugt meine Vorbereitungen.

„Was machst Du da?“ Fragt er

„Ich muss bei Papa ein Pickel aufstechen.“

„WO? Wie? Kann ich zusehen?“– dabei hängt er schon fast auf mir.

„Okay, aber Du musst Abstand halten.“

Und damit er das auch sicher macht: „Weißt Du, wenn ich mit der Nadel abrutsche und Papa da in den Hals steche, dass es blutet, das ist ganz schlecht.“

Mein Kuschelbär – der wohl ganz sicher gehen will: „Ja. Da könnte ich verbluten!“

Junior: „Und dann?“

Kuschelbär: „Und dann stirbt man?“

Oh mein lieber Mann.

Nun gut. Junior hält jetzt Abstand und ich mache mich an die Arbeit.

Desinfizieren. Ich piekse in den hellen Teil vom Pickel. Eiter kommt raus – und dahinter etwas Blut.

Junior: „Oh. Nein.“

Und dann mit weinerlicher Stimme: „Tschüss Papa!“

So, jetzt wissen wir auch, wie wir mal verabschiedet werden, bevor wir sterben: „Tschüss!“

Ich konnte ihn dann wieder beruhigen, dass das bisschen Blut nicht so schlimm ist und Papa etwas übertrieben hat vorher.

angesehen: Cloud Atlas

Alles ist verbunden

damit fängt die DVD an … und das ist auch eine gute Vorwarnung. In diesem Film ist alles verbunden. Viele dieser Überschneidungen erkennt man nicht beim ersten Mal.

6 Geschichten sind es – aus den unterschiedlichsten Epochen. Man könnte sagen, es ist für jeden etwas drin. Aber … es ist mehr. Die Summe der Geschichten ist mehr als die Einzelteile selber – eben weil sie verbunden sind.

1800irgendwas verfolgen wir die Reise eines jungen Anwalts, dessen Familie im Sklavenhandel tätig ist und der dafür über's Meer geschickt wird. Auf seiner Reise rettet er einen Sklaven – und wird schliesslich auch von ihm gerettet – beides verändert seine Sicht der Dinge.

1930 schafft es ein talentierter junger Komponist sich eine Anstellung bei einem alternden aber berühmten Komponisten zu ergattern. Er schafft eine eigene Komposition (das Cloud Sextett), aber gerät mit seinem Arbeitgeber aneinander, der das als seine eigene Musik ausgeben will und damit droht ihn und seinen Ruf endgültig zu ruinieren.

1970 geht Luisa Rey, eine schwarze Journalistin einem Skandal in der Atomindustrie nach – dabei bringt sie ihr Leben in Gefahr und das derer, die ihr helfen. Stilmässig eine Detektivgeschichte mit unwiderstehlichem 70er Jahre Stil

2012 muss Timothy Cavendish, ein mässig erfolgreicher, alter Verleger untertauchen, weil er seine Schulden bei sehr Zwielichten Gestalten nicht bezahlen kann. Sein Bruder bringt ihn an einem "sicheren Ort" unter, der sich am nächsten Tag als geschlossenes Pflegeheim herausstellt. Zusammen mit anderen abgeschobenen Insassen plant er den Ausbruch.

2144 Neo Seoul. Somni-451 ist ein weiblicher Klon, der nur dazu erschaffen wurde in einem Fast Food Restaurant zu arbeiten. Tagein tagaus dasselbe – mit der Zukunft nach einem Jahr Arbeit "aufzusteigen"- Ein anderer Klon zeigt ihr, dass es da draussen mehr gäbe – wird aber eliminiert. Sie wird von einem Revolutionär gerettet, einer Organisation die zeigen will, dass auch Klone Menschen sind.

Ferne Zukunft: Zachry lebt in einer sehr einfachen Gemeinschaft auf Hawaii, Jahrhunderte nach dem Untergang Neo Seouls. Merowyn, die Mitglied einer weit fortgeschritteneren Gruppe ist – besucht sie. Sie braucht Zachrys Hilfe um in eine unzugängliche Gegend in den Bergen zu gelangen … um um Hilfe zu rufen.

immer wieder staunt man, weil Zusammenhänge auftauchen. Kleine Dinge. Grosses, dass es "Geschichte" ist. Die Geschichten werden auch nicht nacheinander erzählt, sondern gleichzeitig. Und selbst dann ist es nicht immer chronologisch. Trotzdem bleibt der Spannungsbogen erhalten.

Dann die Figuren selber: die Schauspieler haben mehr als eine Rolle. Dieselben tauchen immer wieder auf. Sie wechseln das Alter, die Rasse und sogar das Geschlecht. Es ist nicht so, dass das "wiedergeborene Seelen" sind (oder nicht so, dass man merkt, dass das so sein soll).

Alles in allem ist es sehr schwer, diesen Film zu beschreiben. Man sollte denken, da wollte jemand zu viel aufs Mal, die Kombination ist zu überwältigend (und ich bin sicher, dass es ein Film ist, den man vor Jahren so nicht hätte zeigen können deshalb).

Aber: Er ist GUT! Er ist so gut, dass ich ihn wieder schauen will – um mehr zu sehen, Details zu erkennen, Zusammenhänge zu finden.

Empfehlung: ***** unbedingt!

– Aber: das ist kein Film, um ihn zu schauen, wie mein Kuschelbär das oft macht: so nebenbei und dabei womöglich noch einschlafend. Der braucht mehr an Aufmerksamkeit.

Cloud Atlas Amazon

Lieber Partner: Tut mir leid.

Beleibtere Frau in der Apotheke: „Haben Sie mir nicht längere Applikatoren für diese Vaginalcreme?“

Sie zeigt mir das Mittel, das sie benutzt.

Pharmama: „Äh, Nein. Eigentlich haben die die richtige Länge …“

Ich wollte noch etwas bezüglich der Dosierung sagen … werde aber unterbrochen:

Frau: „Aber nicht für mich – mein Bauch ist zu dick um damit in meine Scheide zu kommen!“

Keine Ahnung, was ich dazu sagen soll.

Pharmama: „Soweit ich gesehen habe, sind die auch von anderen Marken nicht länger. Tut mir leid.“

Frau: „Dann muss ich wohl meinen Partner fragen, ob er mir hilft?!“

Pharmama: „Das wäre eine Idee.“

Frau (sarkastisch): „Na, der wird sich freuen …“

Abgang.

Tut mir leid.