Quicky (23)

Der (sehr) ältere Mann erklärt mir sein Problem damit, gesund und ausgewogen zu essen:

„Essen ist mein Laster. Sehen Sie: Ich rauche nicht, ich trinke nicht … und für Porno bin ich zu alt. So … was bleibt?“

Essen offensichtlich.


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Apotheken aus aller Welt, 530 : Brig, Schweiz

ich machte mit meinem jüngeren Bruder wieder mal eine grossartige Schweiz-Rundreise mit der Bahn – Abfahrt um 4:45, wieder zu Hause um 21 Uhr, unterwegs gerade mal so zwei Stunden lang Aufenthalte in Gossau, Gais und und Brig. Langweilig wird es uns da nicht, wir haben ja „Beaver Gang“ und Gesprächsstoff dabei, und nicht zuletzt sind wir beide Eisenbahnfreaks.
Und so habe ich für dich, deinen Blog und seine Leser diese Apotheke in Brig aufgeschnappt… wegen einer dummen Kameraeinstellung ist das Bild leider etwas körnig. ISO 3200 halt…

Danke, lieber turtle of doom/David, die nehme ich auch so. Schweizer Apotheken habe ich ja noch nicht so viele …

Feierabend!

Such einen aus.

Nicht sicher, wer mein „Lieblings“-Kunde gestern war – 3 Minuten, bevor wir schliessen.

Bewerber Nr 1: der Typ, der mich anrief um mir zu erklären, dass er nur 10 bis 15 Minuten entfernt ist und ich JA NICHT schliesse, bevor er sein Medikament abgeholt hat. Das Rezept hat er dabei – Ich habe ihn dann in die Bahnhofapotheke geschickt, die länger offen hat.

Oder Bewerber Nr. 2, der mich am Telefon mit Nr. 1 sieht und wild gestikuliert, weil ich jetzt noch seinem Arzt anrufen soll um ein Rezept für ihn zu bestellen.

3 Minuten vor Schluss spät abends.

Der hat zu. Das kann ich ihnen garantieren. Gehen Sie in den Notfall ins Spital, wenn es so eilig ist.

Pausenunterhaltung (4)

Da habe ich noch ein paar Apotheken-Witze gefunden:

 

Kommt ein Häschen in die Apotheke und fragt: „Haddu Möhren?“

„Nein, ich habe keine Möhren.“

  • In den nächsten Tagen wiederholt sich dies. Bald ist der Apotheker sauer.

Als das Häschen wieder fragt: „Haddu Möhren?“, meint der Apotheker: „Jetzt reichts mir mit der verdammten Fragerei. Ich schenke dir die Apotheke!“ – Gesagt, getan.

In der folgenden Woche kommt der Apotheker und fragt das Häschen „Haddu Möhren?“ – Darauf das Häschen: „Haddu Rezept?“


Kommt eine Ente zum Apotheker:„Hast du Brot?“, sagt der Apotheker „nein“.

Kommt die Ente am nächsten Tag zum Apotheker: „Hast du Brot?“, „Nein, und wenn du nochmal fragst, dann nagel ich dich mit ’nem Hammer an die Wand!“.

Kommt die Ente am nächsten Tag zum Apotheker: „Hast du Nagel?“, sagte der Apotheker: „Nein“.

Sagt die Ente: „Hast du Brot?“.


Kommt Häschen in die Apotheke. „Haddu Fliegenpilz?“

„Nein, ich habe keinen Fliegenpilz.“

Am nächsten Tag kommt Häschen wieder in die Apotheke: „Haddu Fliegenpilz?“

„Nein, ich habe keinen Fliegenpilz.“

Der Apotheker besorgt sich aufgrund der riesigen Nachfrage einen Fliegenpilz.

Das Häschen kommt wieder in die Apotheke: „Haddu Fliegenpilz?“

„Ja, heute habe ich Fliegenpilz.“

„Muddu wegschmeißen, ist giftig!“


Der Apotheker zum Kunden: „Halt, ich gab Ihnen versehentlich Arsen statt Aspirin!“

„Gibt es da einen Unterschied?“ –

„Arsen kostet fünf Euro mehr!“


Apotheker: „Bestellen Sie Ihre Medizin im Internet?“

Kunde: „Nein, da habe ich schon den Virus her.“


Ein junger, gut aussehender Mann kommt in die Apotheke und sagt zur Apothekerin mit leidender Mine: „Ich habe eine Dauererektion. Was können Sie mir da geben?“

Die Apothekerin überlegt kurz, sagt dann: „Freies Wohnen und drei Mahlzeiten am Tag …“


Kommt ein Mann zum Apotheker und hält die rechte Hand hoch. Fragt der Apother: „Handcreme?“

„Nein“, sagt der Mann, „5 Viagra, heute abend kommt ein Bus mit 20 Holländerinnen.“

Am anderen Morgen kommte der Mann wieder und hält beide Hände hoch.

„10 Viagra?“ fragt der Apotheker.

„Nein“, sagt der Mann, „Handcreme, der Bus kam nicht.“


Eine Gruppe von Forschern hat eine Methode entwickelt, Fachwissen in Tablettenform zu bringen. Ein Student geht daraufhin in die Apotheke und fragt, welche Sorten von Wissenspillen vorrätig sind. Der Apotheker zeigt ihm eine Tablette und sagt: „Hier ist eine Pille für Kenntnisse in englischer Literatur.“

Der Student nimmt die Pille, um die Wirkungskraft auszuprobieren und weiß sofort alles über englische Literatur.

„Das ist ja toll! Was haben Sie sonst noch?“ fragt der Student.

„Nun, wir bieten Tabletten für Kunstgeschichte, Biologie und Weltgeschichte,“ antwortet der Apotheker. Der Student nimmt je eine, schluckt sie und weiß nun alles über diese Themen. Da ihm das aber noch nicht reicht, fragt er: „Haben Sie auch Mathematikpillen?“, worauf der Apotheker „Einen Moment bitte“ antwortet, nach hinten in irgendein Hinterzimmer geht und mit einer BigMac-großen Tablette wiederkommt, die er vor den verdutzten Studenten auf den Tresen legt:

„Und für Mathekenntnisse muß ich dieses Riesenteil schlucken?“ –

„Nun, Mathematik war schon immer schlecht zu komprimieren und vor allem äußerst schwer zu schlucken!


Die Blondine verlangt in der Apotheke ein Kräftigungsmittel für das Baby.

Als es der Apotheker gerade einpackt, fragt sie: „Muss ich das eigentlich nehmen oder der Mann?“

mehr Apotheken-Witze,

Pausenunterhaltung 1

Pausenunterhaltung 2

Pausenunterhaltung 3

Noch nicht

Patientin in der Apotheke: „Ich habe meinen Arzt gestern Abend angerufen und auf den Anrufbeantworter geredet (also nach 5 Uhr) und er hat nicht zurückgerufen (jetzt ist es 8.15 Uhr morgens), können Sie schauen, ob er ein Rezept hierhergefaxt hat?“

Deutsche Apotheken verkaufen gefälschte Pillen

– so meldet die 20 Minuten. Oh weh. Das ist so ein klassisches Beispiel, wie die Apotheken in der Öffentlichkeit schlecht gemacht werden. Die Tatsachen im Bericht selber stimmen noch einigermassen – werden aber durch den reisserischen Titel übel verzogen.

Wenn man den Titel liest, impliziert das grad diverses:

Apotheker sind Verkäufer von Pillen – wahr, wenn auch eine erniedrigende Vereinfachung, von dem was wir tun (und Pillen gibt es keine mehr – das sind Tabletten). Und das „verkaufen gefälschte Pillen“ hört sich doch wirklich so an, als ob die Apotheker das aus eigenem Antrieb machen aus reiner Geldgier oder Bösartigkeit. Das tun sie sicher nicht!

Aber wirklich interessant: Wie (zum Geier?!?) kommen gefälschte Medikamente in die Apotheken in einem Land wie Deutschland?

Dass in anderen Ländern teils ein gravierendes Problem besteht, was gefälschte Medikamente angeht (man redet von ca. 40% Fälschungen in Asien und noch mehr in Afrika … und von den online erworbenen Produkten will ich hier gar nicht schreiben) weiss man. Aber in Deutschland??

Dass die Medikamente in den Apotheken auf dem Tresen landen ist nicht die Schuld des Apothekers – aber es wird ganz deutlich zu seinem Problem gemacht.

Die Medikamente gelangen in den üblichen Lieferweg und zu den Grossisten der Apotheken durch illegale Machenschaften von Leuten, die sich bereichern wollen (logo). Es sind gefälschte Medikamente aber auch zum Teil in andern Ländern gestohlene Medikamente. Die Grossisten kaufen die Medikamente meist von den Herstellerfirmen … aber eben teilweise auch über andere Lieferanten, vor allem dann, wenn sie aus dem Ausland Medikamente importieren. Und die Apotheker beziehen diese Medikamente dann über die Grossisten.

Die Medikamente aus andern Ländern nennt man Parallel-importe.

Man fragt sich: Wer würde wollen, dass statt eines Medikament, das es in Deutschland gibt, hergestellt von der (streng kontrollierten) Pharmaindustrie stattdessen das selbe Medikament aus einem anderen Land importiert, neu verpackt (die ausländische Packungsbeilage muss zumindest ersetzt werden) und abgegeben wird?

Der Patient will das sicher nicht … für den Apotheker ist das auch eher aufwändig – aber die Krankenkasse, die für den Patienten das Medikament zahlt, die will das. Die schreibt in Deutschland den Apothekern sogar vor, dass ein gewisser Prozentsatz der abgegebenen Medikamente Parallelimporte sein müssen! Und bei nichterfüllen der Quote wird der Apotheker retaxiert – er muss der Kasse Geld zahlen.

Auch für Deutschland gilt, dass Medikamente im Ausland teils günstiger zu erhalten sind – und genau hier ist eine der häufigst verwendeten Schwachstellen, wie gefälschte oder auch gestohlene Medikamente in das Verteilsystem gelangen. In Italien und Griechenland sind aus Spitälern Medikamente verschwunden, die dann nach Deutschland weiterverkauft wurden. Das ist zwar illegal – und schadet Italiens Gesundheitssystem, aber immerhin handelt es sich um richtige Medikamente. In anderen Fällen wurden Medikamente günstig eingekauft und importiert, die zwar so aussahen wie die echten, aber nicht den richtigen Wirkstoff enthielten oder verunreinigt / gestreckt sind. Tragisch kann das enden bei Krebsmedikamenten oder Mitteln gegen Viren und Bakterien.

An den Medikamentenfälschungen wird eine Menge verdient. Dieser Verlust der Pharmafirmen – und zwar nicht nur den materiellen (finanziellen) sondern auch an Ansehen, versuchen die Pharmafirmen zu vermeiden, indem sie die Medikamente fälschungssicherer machen wollen. Dazu werden spezielle Packungen entwickelt und Systeme mit Codes eingeführt. Allerdings gibt es schon jetzt genug Methoden, diese Systeme zu umgehen – wenn man die richtigen Voraussetzungen dazu hat.

Kontrollieren ob es sich bei dem Medikament um eine Fälschung handelt, sollen die Apotheker – die am Schluss der ganzen Lieferkette stehen. Dafür dürfen sie (auch noch auf eigenen Sack) teure Geräte für die entwickelten Systeme anschaffen und natürlich die Verantwortung übernehmen, wenn es wieder einmal ein gefälschtes Medikament es bis zu ihnen geschafft hat. Das kommt jetzt anscheinend häufiger vor. Wen es interessiert, der lese beim Gedankenknick (deutscher Apotheker) letztes Jahr – der war riesig.

Ich finde das reichlich beunruhigend, wenn man sich auf die Qualität der Medikamente, die auf der Theke landen nicht mehr verlassen kann.

Wie froh bin ich da, dass bei uns in der Schweiz Parallelimporte, was Medikamente angeht, strengen Richtlinien und Einschränkungen unterworfen sind. Ich kann einzelne Packungen direkt einführen – und das kann ich das fast nur dann machen, wenn das Medikament in der Schweiz nicht zugelassen ist (aber in einem Land mit ähnlich gutem Gesundheitssystem) oder nicht erhältlich. Der Grosshändler darf das nur mit einer Ausnahmebewilligung der Swissmedic– und die Packung wird gekennzeichnet, braucht neue Packungsbeilagen etc..

Das sieht dann so aus:

Mir gibt das aber die Sicherheit, dass die Medikamente, die ich hier verkaufe und auf Rezept abgebe auch wirklich das drin haben was drauf steht … und wirken. Ich weiss, was ich schlucke und habe nicht einen Mix aus unwirksam bis verunreinigt bis weissnichtwas. Dafür bin ich dankbar. Nicht nur als Apotheker, auch als (gelegentlich selber) Patient.

Aber in den Kommentaren des Artikels in der 20 Minuten…. lassen sich die Leute eigentlich nur darüber aus, dass in der Schweiz die Preise der Medikamente zu hoch seien.

Hmpf.

Ich sag immer: man bekommt das, was man bezahlt. Wir bezahlen auch für ein sicheres System. Wollt ihr das wirklich um den Preis anders?

Wollen die Patienten in Deutschland das?