Apotheken aus aller Welt, 344: Essen, Deutschland

simop war wieder unterwegs!

Die Domapotheke befindet sich in der Essener Innenstadt. Dort werkelte gerade ein Apotheker und Mitarbeiter an der Weihnachtskrippe im Fenster. Interessant fand ich aber besonders die verschiedenen beleuchteten Apothekensymbole an der Fassade sowie die Beschriftung „Pharmacie“.

Das zweite ist eine Apotheke, die keine mehr ist (sondern ein Café) in der historischen Innenstadt von Hattingen. Fand ich doch sehenswert genug, um sie zu fotografieren und dir zu schicken.

Immer aufmerksam bleiben!

Ein Rezept für Canesten Creme – für ein Baby. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich. Häufiger sehe ich Imazol Cremepaste, wenn es um Pilzinfektionen bei Babies (meist im Windelbereich) geht.

Pharmama: „Wissen Sie, wie sie es anwenden müssen? Der Arzt hat nichts aufgeschrieben.“

Mutter: „Er hat gesagt, es ist für den Mund.“

Pharmama: „Oh, hat es den Pilz im Mund?“

Mutter: „Ja.“

Pharmama: „Dann frage ich besser noch einmal nach.“

Bei Mundsoor benutzt man keine normale Pilzcreme. Daktarin oral ist da das Mittel der Wahl – ein Gel, das auch geschluckt wird.

Ich rufe beim Arzt an. Der entschuldigt sich: er hatte einen unglaublich hektischen Tag und danebengelangt. Wir dürfen das natürlich ändern.

Für die ob des Fehlers erst sehr aufgeregte Mutter war die Welt dann auch wieder in Ordnung, nachdem ich ihr erklärt habe, dass es die Aufgabe des Apothekers ist, noch einmal die Anwendung abzuklären – und das jetzt ganz sicher das richtige ist.

Apotheken aus aller Welt, 343: Oettingen, Deutschland

Besten Dank an Röbi, äh Robert:

Heute ein paar Bilder der Hof- und Stadt-Apotheke in Oettingen. Das ist ein gutes Beispiel, dass bei schönen alten Gebäuden oft ein Problem mit den Eingangsstreppen besteht. Manche lösen das mit einer Klingel, ich sehe auf den Bildern aber keine.

 

Ja, Schrankenfreiheit ist bei alten Gebäuden wirklich gelegentlich ein Problem. Für eine Rampe scheint es hier auch keinen Platz zu haben.

Habe ich zuviel bezahlt?

Eigentlich war ja meine Pharmaassistentin an ihm, aber als er gemerkt hat, dass ich die Apothekerin bin, wendet er sich nach dem Kauf seines Schmerzmittels an mich.

älterer Kunde: „Sie sind Apothekerin?“

Pharmama: „Ja.“

Kunde: „Ich hätte da eine Frage – wegen Sortis.“

Pharmama: „Ja?“

Kunde: „Also, ich habe immer (zieht Zettel aus der Hosentasche) 221 Franken* dafür bezahlt.“

Pharmama: „Ja.“ 

Kunde: „Ausser beim letzten Mal, da waren es nur noch 170 Franken.*

Und jetzt … habe ich bei meinem Freund etwas gesehen – er sagte, das sei sein Sortis – und das hat nur noch 80 Franken* gekostet.“

Pharmama: „Jaaa…“

Kunde: „Wieso?“

Pharmama: „Wieso es günstiger geworden ist?“

Kunde: „Ja. Habe ich zuviel bezahlt?“

Pharmama: „Nein – solange das Sortis noch in der Patentzeit war, war es so teuer, wie sie geschrieben haben. Etwas über 200 Franken. Jetzt ist das Patent aber abgelaufen und es kommen die Nachfolgepräparate – die sogenannten Generika. Sortis hat deshalb die Preise gesenkt … auch als Anreiz für die Kunden, beim Sortis zu bleiben.

Die Generika sind aber trotzdem noch einiges günstiger. Sie heissen einfach anders.“

Kunde: „Ah. – Und was muss ich machen, damit ich diese bekomme? Soll der Arzt mir ein neues Rezept verschreiben?“

Pharmama: „Nein, sie können das in der Apotheke in der sie das Sortis-Rezept haben einfach anmelden. Die können das gegen das Generikum austauschen. Dafür brauchen wir den Arzt nicht.“

Kunde: „Und was ist mit der Krankenkasse?“

Pharmama: „Die werden sehr zufrieden mit ihnen sein :-) sie werden keine Probleme machen.“

*alle Preise nur geschätzte Angaben