Dies und das …(2)

Manche Dinge machen mich in der Apotheke etwas unglücklich. Zum Beispiel, wenn ich mit Patienten über Vorschriften diskutieren muss, weil sie es einfach nicht verstehen wollen (nicht können).

Natürlich ist das doof für die Frau, aber – ich versuche tatsächlich nur nett mit ihr zu sein und zu helfen. Wenn sie mitmacht, dann kann ich ihr das vielleicht geben, wenn nicht … dann kann ich auch zum hartliner werden und schicke sie zurück zum Arzt.

Es geht um ein Rezept über Isotretinoin Kapseln für eine Frau.

Der Arzt hat uns dieses Rezept per email zugeschickt (Email ersetzt hier doch so langsam das Faxrezept, was eigentlich gut ist). Das war aber vor 3 Wochen.

Isotretinoin ist ein Wirkstoff, der besonderen Verschreibungs- und Abgabevorschriften untersteht. Deshalb:

Isotretinoin ist stark TERATOGEN. Es besteht ein extrem hohes Risiko für schwerwiegende und lebensbedrohliche kindliche Missbildungen, wenn es während der Einnahme von Isotretinon – unabhängig von der Dosierung und Anwendungsdauer – zur Schwangerschaft kommt. Potenziell können alle exponierten Feten betroffen sein.

Darum darf Isotretionoin bei Frauen nur nach sorgfältiger Aufklärung und Absicherung verschrieben werden. Die Frau muss meist einen Schwangerschaftstest beim Arzt machen, zeigen, dass sie das Risiko verstanden hat, eine (besser 2) geeignete Verhütungsmethoden während der Einnahme benutzen und Dauerrezepte sind hier deshalb nicht möglich. Eine neue Packung (nach 1 Monat) braucht ein neues Rezept.

Und: Das Rezept muss innert 7 Tagen nach Ausstellen eingelöst werden (!!!).

Steht auch alles in der Fachinformation und in der Packungsbeilage.

Deshalb stehe ich jetzt hier und rede mit der Frau, die jetzt sofort gerne „einfach ihre Tabletten haben möchte“.

Nach 3 Wochen.

Klar, ich verstehe, dass sie „die auch schon hatte“ (aber weshalb der Unterbruch?), dass sie „nicht blöd ist und die Anwendung versteht“ (da Frage ich besser nochmal nach, vor allem im Hinblick auf die Verhütung) und dass „der Arzt das ja verschrieben hat, also …“ (richtig, aber weiss der, wann sie es holen kommen?) ….

Und wenn sie vernünftige Antworten gibt und ich sicher sein kann, dass sie nicht inzwischen schwanger sein könnte (eventuell ist sogar ein Schwangerschaftstest angezeigt) – dann gebe ich ihr das Medikament trotz der Vorschriften.

Nur behandeln Sie mich nicht wie einen Medikamentendispenser-Automaten. Meine Arbeit besteht nicht nur aus „Rezept rein, Medikament raus“. Das richtige Medikament, zum richtigen Zeitpunkt, an die richtige Person. Das ist es, was ich hier mache.

Dies und das … (1)

Es ist Sommerzeit. In der Apotheke ist es ruhiger, aber wenn wir etwas haben … das scheint im Moment immer gleich komplizierter zu werden. Ich versuche das mal zu zeigen, wie. (Das gibt jetzt ein paar kleinere Postings, dafür hoffentlich wieder etwas regelmässiger).

In der Rezeptkontrolle für die Rezepte vom Vortag fällt mir ein Rezept auf:

Dauerrezept

1 OP Tamsulosin 0.4 mg – 0-0-1

1 OP Duodart 1-0-0

Einzeln gesehen überhaupt nicht auffällig. Aber bei mir gehen die Alarmglocken an, vor allem als ich sehe, das von beiden Medikamenten eine Packung bezogen wurde.

Das sind beides Medikamente gegen vergrösserte Prostata. Das Duodart enthält 2 Wirkstoffe: Dutasteridum und Tamsulosini hydrochloridum. Jaaa – dasselbe wie im anderen Medikament. Das (eigentlich gute) Computerprogramm das uns Wechselwirkungen etc. anzeigt reagiert bei dieser Doppelt-gabe überhaupt nicht.

Weitere Abklärungen zeigen, dass der Patient beides schon verschrieben bekommen hat. Ursprünglich Tamsulosin vom Spital, dann einen Monat später Duodart vom Hausarzt – wahrscheinlich mit der Idee das anstatt zu nehmen. Und jetzt vom neuen Hausarzt, der die Liste offenbar einfach übernommen hat.

Wenn der Patient beides gleichzeitig nimmt, hat er eine zu hohe Dosierung von Tamsulosin, das zur Einnahme 1x täglich 0.4mg vorgibt. Das bedeutet zumindest ein höheres Risiko von unangenehmen Nebenwirkungen. Das muss ich abklären. Mindestens 2 Anrufe – an Arzt und Patient folgen.

Ergebnis war dann wirklich, dass der neue Hausarzt die Medikamente auf Wunsch des Patienten so übernommen hat. Er hat den Patienten (neu für ihn) auch nur gerade ein paar Minuten gesehen – und das mit der Doppeldosierung ist ihm nicht aufgefallen.

Gut, bei uns auch (fast) nicht. Es ist soo wichtig, dass man hier aufmerksam bleibt und nicht in Automatismen verfällt.

Dem Patienten war das nicht (mehr) bewusst, dass das nicht gleichzeitig zu nehmen ist … er hatte einfach noch beide Packungen zu Hause …

Wie sich die Zeiten ändern in der Apotheke

… Mir fällt immer mehr auf, wie sehr sich das Gesundheitssystem aus Apothekensicht geändert hat. Es geht grundsätzlich in Richtung immer komplizierter.

Ich hatte es noch recht einfach, als ich angefangen habe in der Apotheke zu arbeiten.

Die Krankenkasse war schon obligatorisch, einiges günstiger und übernahm … mehr als heute.

Die Versicherungsdeckung muss heute sofort (am Tag der Abgabe) kontrolliert werden – das funktioniert zum Glück mittlerweile mittels Internet und den geeigneten Lesegeräten / Verbindung ganz gut. Leider wechseln die Kassen gelegentlich auch unter dem Jahr einfach so die Versicherungsnummern und versenden keine neuen Karten dafür.

Die Zusatzversicherung ist freiwillig, die Kassen können selber aussuchen, was und wieviel daran sie bezahlen wollen. Das macht es mir teils unmöglich in der Apotheke bei solchen Produkten eine genaue Aussage zu machen. Manche Produktegruppen, die nur äusserst selten übernommen werde, lasse ich deshalb auch Patienten mit Zusatzversicherung in der Apotheke bezahlen, dazu gehören Nasenspülmittel, viele der befeuchtenden Augentropfen etc. Man verliert die Zusatzversicherung übrigens ziemlich schnell, wenn man die Prämien nicht (rechtzeitig) bezahlt.

In manchen Kantonen gibt es „schwarze Listen“ worauf Patienten gesetzt werden, die nicht bezahlen – da darf ich wirklich nur noch „lebensnotwendige Medikamente“ abgeben, ohne dass sofort bezahlt wird.

Bei neugeborenen Babies konnte man Rezepte die ersten Monate (bis sie eine Karte bekamen) auf die Krankenkasse der Mutter abrechnen. Heute heisst es: Versicherungsnachweis sofort – oder zahlen und selber einschicken.

Es gibt Krankenkassen, die keinen Vertrag mit den Apotheken gemacht haben, weshalb die Patienten die Medikamente erst mal selber bezahlen müssen und das der Kasse einschicken. Ganz früher war das ja Normalzustand – dann kam das alles direkt an die Kasse abrechnenbar – und jetzt haben wir gemischte Zustände.

So wirklich hochpreisige Medikamente wie wir sie heute immer öfter sehen (und die einen Grossteil der Kosten im Apothekenteil ausmachen) gab es noch nicht.

Medikamente werden immer öfter mit Limitationen zugelassen. Sie sind dann zwar in der SL (Spezialitätenliste), werden aber nur von der Grundversicherung übernommen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören Einschränkungen in der Indikation (für was sie angewendet werden), dass vorher anderes erfolglos ausprobiert worden sein muss (Orlistat), Einschränkungen ab welchem Alter das übernommen wird (Melatonin ab 53, Valdoxan vor 60), Einschränkungen, wie lange etwas bezahlt wird (Champix) undsoweiterundsofort. Manche brauchen vor der Anwendung eine Kostengutsprache durch die Kasse. Selbst die verschreibenden Ärzte blicken da oft nicht mehr durch.

Generika gab es als ich anfing zu arbeiten noch fast gar nicht. Inzwischen kommen jährlich mehr dazu, da zugelassene Medikamente ihren Patentschutz verlieren. Ich sehe jetzt auch in meiner Anfangszeit neu zugelassene Medikamente, die jetzt Generika haben (nach 10-15 Jahren so üblich).

Die Auswahl der Generika war früher vor allem uns Fachpersonen überlassen. Inzwischen wird immer mehr versucht das von aussen zu steuern. Dass man mehr anwendet, dafür gibt es die 20% Regelung: der Patient bezahlt für Originale, bei denen es Generika gibt, mehr Selbstbehalt als üblich (10%). – Das ist die Kurzfassung, da sie auch daran schon geschraubt haben, wie das genau anzuwenden ist. Die Krankenkassen fangen zudem vermehrt an bei Medikamenten, bei denen es günstigere Generika gibt, die aber aus medizinischen Gründen nicht ersetzt werden sollten (wie Antiepileptika) da trotzdem die 20% Regel anzuwenden (oder gar noch weniger zu bezahlen) um Druck auszuüben. Dazu haben sie neue Klauseln in den Versicherungsverträgen.

Es gibt zwar immer wieder neue Wirkstoffe und wegen Patentabläufen kommen Generika von bestehenden Medikamenten in den Handel – andererseits gehen lange bekannte Arzneimittel verloren. Manchmal sind die Gründe Sortimentsbereinigungen (oder anders gesagt: der Schweizer Markt ist zu klein, der Absatz zu niedrig) – so haben wir schon Euceta, Hemeran und Vita Merfen verloren. Manchmal sind es Wirkstoffe, die heute als nicht mehr so angebracht (obsolet) angeschaut werden – wie Migräne Kranit, Spasmo Canulase und Spasmo Cibalgin. Manchmal wird die Produktion eingestellt, weil der Wirkstoff nicht mehr in ausreichender Qualität erhältlich ist – Irgamid, das einzige frei verkäufliche Mittel beim Gerstenkorn verschwand so. Es gibt noch viel mehr Beispiele … manche davon vermisse ich wirklich sehr.

Dagegen wurde manches aus der Rezeptpflicht entlassen (Ibuprofen zum Beispiel) – und neu mit der faktischen Aufhebung der Liste C (Apothekenpflichtig) bekommen wir mehr Kompetenzen manches rezeptpflichtiges ohne Rezept abzugeben: die neue Liste B+. Dazu gehört allerdings auch eine vermehrte Dokumentation und Bürokratie.

Medikamentenpreise ändern so oft, dass es schwierig ist, das wie vorgeschrieben anzugeben. Vor allem, dass die Medikamentenpreise auf den Packungen angeschrieben werden müssen. Aufgedruckt auf der Packung sind sie schon lange nicht mehr – wir müssen etikettieren, was am besten kurz vor der Abgabe passiert (eben wegen den Änderungen). Dabei haben wir bei den RX-Medikamenten vor allem Preisabschläge, was regelmässig zu Lagerverlusten führt. Und bei den OTX geht es regelmässig mit den Preisen aufwärts.

Lieferschwierigkeiten. Ich kann mich nicht erinnern zu meinen Anfangszeiten bis auf ganz wenige Ausfälle etwas nicht bestellen oder besorgen zu können. Und jetzt? Aktuell sind über 600 Medikamente nicht lieferbar, darunter so wichtige wie Antiepileptika, Mittel gegen Parkinson und Bluthochdruck. (2011 dachte ich auch noch nicht, dass das so kommen würde …)

Mittel- und Gegenstände (Verbandsmaterial, Inkontinenzartikel, Blutzuckermessgeräte und Zubehör etc.) – dafür gibt es auch eine Liste (MiGeL), die vor allem Überarbeitung erfahren hat im Sinne von Einschränkungen: Die von der Krankenkasse übernommenen Preise wurden oben plafoniert und liegen heute oft unterhalb der Verkaufspreises … weshalb die Differenz dann vom Patienten bezahlt werden muss.

Krücken kann man für Erwachsene nicht mehr auf die Krankenkasse mieten, nur noch kaufen (und auch hier zahlen sie zu wenig, dass man da eine auf Dauer brauchbare Krücke bekommt).

Wohnt der Patient im Altersheim oder wendet seine Haushilfe die verschriebenen Verbandstoffe, Inkontinenzmaterial oder Blutzuckerzubehör an, dann zahlt die Krankenkasse der Apotheke das (vielleicht schon abgegebene) Material nicht zurück: das ist ja schon in den Pflegepauschalen enthalten. (Jetzt muss ich nur noch wissen, auf welche Patienten das zutrifft).

Wenn wir in der Apotheke auf Arztrezept eine Rezeptur herstellen mussten, wurde die grundsätzlich übernommen. Heute bekommen wir von der Krankenkasse Rückweisungen, wenn der Wirkstoff zwar für die Anwendung zugelassen ist – sich aber nicht in der ALT (der Arzneistoffliste für Rezepturen) findet. Manchmal auch schon, wenn ein Inhaltsstoff sonst nicht da drin oder auf der SL (Spezialitätenliste) ist.

Wir konnten noch viel mehr abfüllen an Chemikalien. Das neue Chemikalienrecht ist einiges komplizierter als das alte (auch wenn wir jetzt nicht mehr so Buch führen müssen, wie früher). Vor allem die korrekte Etikettierung ist so kompliziert, dass das immer weniger Apotheken und Drogerien auf sich nehmen.

Die Vorschriften für die Zulassung für Hausspezialitäten sind mühsamer. Chemikalienmischungen müssen zur Kontrolle vorher gemeldet werden und werden dann zugelassen – auch das kostet wieder.

Biozide brauchen eine spezielle Zulassung – das bedeutet: nichts mehr mit selber Alkohol 70% oder Isopropanol 70% herstellen zur Oberflächendesinfektion. Da darf man nur noch Fertigprodukte verwenden.

Arzneimittel – Refill in vom Kunden mitgebrachte Behältnisse geht nicht mehr: Laut Pharmakopöe darf ich Mittel, die eingenommen werden oder auf der Haut angewendet werden nicht mehr auffüllen.

Wie ich bezahlt werde für meine Arbeit. Bei den RX-Medikamenten ist unsere Leistung (Arbeit) nicht mehr im Medikamentenpreis enthalten, sondern wird mittels Pauschalen abgegolten. Die sind auch nach 15 Jahren Wechsel schwierig zu erklären (es gibt 2 – und nein, die sind nicht „freiwillig“ oder eine Beratungstaxe).

Ich darf als Apothekerin mehr machen. Dienstleistungen wie Impfen, Asthmakontrolle, Allergieabklärung, Darmkrebsvorsorge, HIV-Tests kommen zu den klassischen Sachen wie Blutdruckkontrolle, Blutzuckermessung, Cholesterinmessung und Triage. Im Rahmen von Netcare und anderen Projekten arbeiten wir in der Apotheke mehr mit Ärzten zusammen, die via Videotelefonie zur Beratung herbeigezogen werden können. Das alles bedingt, dass man sich entsprechend weiterbildet und die nötigen Geräte dazu anschafft – Nicht jede Apotheke bietet jede dieser Dienstleistungen an. Die Abgeltung durch die Krankenkasse hinkt da ebenfalls noch hinterher – bisher muss der Patient das vor allem selber bezahlen.

So vieles hat geändert. Habe ich noch was vergessen?

Es war nicht alles früher besser. Aber es war sicher einfacher.

#apothekelive – Der Twitter-Tag zum Nachlesen

13.10 Uhr Ich mache mich jetzt auf den Weg in die Apotheke. Mit dem Velo – das hat den Vorteil, dass ich weder auf den ÖV warten, noch einen Parkplatz suchen muss.

Angekommen ohne Unfälle oder sonstige Zwischenfälle. 20 Minuten vor offiziellem Arbeitsbeginn

Umziehen, etwas ansehnlicher machen für die Kunden und dann die Apothekerin- Kollegin fragen, was besonderes anfällt.

Das geht ja noch: eine Dosierungsnachfrage beim Arzt, eine „Vorwarnung“ wegen einem Patienten der „nur rasch“ seine Krankenkassenkarte holen ging, die „garantiert nicht gewechselt hat“ und beim Rezepte kontrollieren ist ihr etwas aufgefallen…

Hmm ja, sie hat recht. Gestern Abend 5 vor Schluss ein Spitalrezept. Kombi Ibuprofen, Pantoprazol und Diclofenac. 2 NSAR? Normalerweise wäre eines der Schmerzmittel dann Paracetamol oder Metamizol.

Versehen? Für die Niere nicht optimal. Ich weiss, dass ich den Patienten darauf hingewiesen habe, erst mal nur die Ibu zu nehmen und das Diclo höchstens als Reserve.

Aber sowas merkt unser Computersystem auch nicht. Ich werde anrufen um das abzuklären

Ah ja, eine Lieferung auch noch. Nach Bestelleingang auszuliefern. Da kam kurz vor 12 das Rezept rein.

14 Uhr Anruf der Arztpraxis, eine Patientin bräuchte dringend ein paar Medis für die Ferien. Es sei okay, wenn wir einen Vorbezug machen und das der Praxis schicken.

Bin etwas verwirrt, da die Patientin zwar bei uns bekannt ist, bisher aber ihre Rezepte offenbar woanders eingelöst hat … und die Praxis auch nicht weiss, um was für Medis es sich denn handelt. (!)

Drogistin dreht eine Runde mit dem Parfümspray durchs Geschäft. Ihr Vick’s MD Kunde roch (Zitat) „wie eine Woche abgestandene Socken.“

Und grad ein klassisches Beispiel von einem Dominoeffekt in der Apotheke, verursacht durch die Nicht- Lieferbarkeit von einem Medikament:

Rezept für Collunosol Halsspray. Er ist NiLi. Ersatz wäre NeoAngin Spray mit denselben Wirkstoffen – ist auch grad NiLi … und offenbar jetzt ALLE anderen Halssprays die von der Grundversicherung übernommen werden wie Sangerol …

Damit habe ich jetzt grad nix mehr das nicht selber bezahlt werden muss. Immerhin: für die Nachmittagslieferung sollten hoffentlich wieder ein paar kommen. Inzwischen bin ich so weit, dass wir abgeben, was wir haben und was einigermassen ähnlich ist.

Ich weiss, das sind ziemlich , immerhin handelt es sich nur um einen Halsspray. Hier. Aber das geht auch bei wichtigeren Medikamenten. Momentan sind in der CH über 550 Medikamente nicht lieferbar!

Bei uns heute nicht Lieferbar: 97 Produkte (nicht nur Medis). Das ist frustrierend und bedeutet enorm Mehrarbeit da Ersatz zu suchen.

15 Uhr Die 10er Noten sind ausgegangen. 5-Fränkler (schweres Münz) mögen die Leute irgendwie nicht so

Die Patientin (notabene ü 90) beklagt sich bei uns in der Apotheke, weil wir ihr einen Vorbezug gemacht haben. Wir hätten ja die Rezepte schon. (?)

Jaein. Der Arzt hat uns bei ihr nur spezifisch angewiesen, Vorbezüge zu erlauben und das Rezept dann bei ihm zu bestellen. Praktisch ein Blankogutschein.

Jetzt war sie mal wieder beim Arzt – und der hat sich bei ihr über uns beklagt, „er müsse ständig Rezepte für sie ausstellen“. Dann hat er ihr (endlich) eine Aufstellung von so ziemlich allem gemacht (Wiederholungsrezept) und ihr mitgegeben

Das war vor 2 Monaten. In der Zwischenzeit hat sie zwar wieder etwas bezogen aber das Rezept (für alles) nicht gebracht. Und jetzt steht sie hier damit und reklamiert, weil WIR das Rp nicht hier haben!

Manchmal weiss man echt nicht, was sagen. „Danke, dass sie das Rezept JETZT bringen. Ab jetzt habe ich das im Computer für Sie hinterlegt.“ (und lächeln. Immer lächeln)

Die Lieferung ist hier (eigentlich schon eine Weile)

16 Uhr Reservationen kontrollieren. Alles da? Alles richtig? Angeschrieben? Etwas zum liefern? Da war doch noch was?

Ansatzweise seltsames Rezept für Novalgin (Rx Schmerzmittel) und Buscopan (OTC, krampflösendes Mittel. Normalerweise verwendet der Arzt graue Formulare – das hier ist eine Farbkopie, aber mit Stempel/Unterschrift.

Mache deshalb auf Verdacht erst einen Anruf. Praxis nimmt das Telefon grad nicht ab, rede auf Anrufbeantworter und gebe es ab. Er ist Selbstzahler. Noch ein Verdachtsmoment.

Es könnte ja sein, dass dem Arzt die Formulare ausgegangen sind. Die Medikamente sind auch nicht sehr verdächtig. Trotzdem: Bauchgefühl. Wir machen eine Kopie.

Der Patient mit der nicht abrufbaren Krankenkasse kommt vorbei. Er ist etwas …verärgert. Er musste stundenlang zu Hause danach suchen.

Natürlich hat sowohl er als auch seine Frau eine neue Versicherung. Laut Murphy müsste das jetzt eine zum selber zahlen sein, zumindest das ist hier nicht der Fall. Aber: „garantiert nicht gewechselt“ -Ja?

Laden voll (kleiner Kinder? Ausflug vom Tagi?) und ein „Herr“ bedient sich gezielt am Parfümtester hinter den Leerpackungen und verlässt das Geschäft damit. Der Lehrling hat’s mitbekommen und konnte nichts sagen.

Anruf von der Praxis mit dem seltsamen Kopie-Rezept. Wir sollen ihnen ein Bild mailen, der Patientenname sei nicht bekannt. Donna kümmert sich drum.

Zur Ehrenrettung des Lehrling: sie kam es mir rasch melden (war grad von der Auslieferung zurück) – sie hat sich nicht getraut etwas zu sagen, da der Typ als ansatzweise aggressiv bekannt ist. Zumindest in dem was er sagt.

17 Uhr Auf dem Rp für eine ü 50j Patientin steht „1 OP Dalacin Creme“. Keine Dosierung. Es kommt die Nachbarin damit, sie weiss aber, dass es „für die Beine“ sein soll. ?? Das Mittel ist ein Antibiotikum und gibt es als Vaginalcreme und als Emulsion?

Rufen die Praxis an, was es denn sein soll. Die Praxisangestellte stellt uns kurz in die Wartepause und kommt dann zurück verkünden, dass es „für die Beine“ sein soll. Oookay – soweit waren wir schon …

Okay – und soll sie da auf die Beine die VaginalCreme auftragen oder besser die AkneEmulsion?! … Längere Wartepause. Dann: Die Emulsion soll es sein. 2x täglich.

Laut Donna hat die Praxis mit dem Kopie-Rezept angerufen. Es handelt sich offenbar wirklich um eine Fälschung. „Gutes Bauchgefühl“ soll sie ausrichten.

Der Patient sei bei Ihnen nicht bekannt … allerdings hatten sie mal eine Mitarbeiterin mit dem Namen. Nun – das erklärt den Stempel und das sonst „professionelle“ Aussehen des Rezeptes.

FSME Impfungen sind grad aktuell – und bei denen muss man 3x impfen, also sehe ich die Leute dafür zumindest 2 mal dieses Jahr. Danach hält es dafür 10 Jahre.

Beim vorbereiten für die FSME Impfung scheitern wir heute schon an der 3. Frage: „Sind sie in den letzten 4 Wochen von einer Zecke gestochen worden?“: Ja? Ok – dann machen wir in einem Monat weiter. (Mist).

Die Patientin fragt ob ich ihr die Nadeln tausche beim Accucheck Fastclix Stechgerät. Eine nette alte Frau mit arthritischen Händen und Sehproblemen. Mache ich doch gerne (muss nur rasch auf YouTube im Tutorial schauen, wie).

Patient, der mit fraktionierter Abgabe wöchentlich sein Substitutionspräparat holt, will es wieder. Sein Rp für den Bezug ist abgelaufen. Man hat ihn die letzten BEIDEN Male drauf aufmerksam gemacht, dass das so ist und er ein neues besorgen muss.

Typischerweise (für ihn) hat er das nicht gemacht. Und ebenso typisch ist das nicht sein Fehler – der Arzt sei nicht erreichbar gewesen. Und es ist auch nicht sein Problem – sondern unseres.

Dafür verlangt er jetzt lautstark „sein“ Medikament, das sei schliesslich wichtig und überhaupt sei das vernachlässigend von uns … mit seiner Lautstärke erregt er zumindest die Aufmerksamkeit der anderen wartenden Patienten.

Mein Mitleid aber eher weniger. Aber ich kann ja den Arzt versuchen selber zu erreichen. Da ich noch anderes zu tun habe, erkläre ich ihm, dass er in 1 Stunde wiederkommen soll.

Ich rufe trotzdem gleich an – (die Zeit rennt) Überraschung! Der Arzt nimmt fast sofort ab. Er weiss nichts von irgendwelchen Kontaktversuchen des Patienten. Der hat aber den letzten Termin bei ihm verpasst.

Ich darf ihm die Menge bis und mit nächsten Montag mitgeben. Er muss aber heute noch oder morgen für einen Termin am Montag anrufen. Eine weitere Abgabe ist mir nur erlaubt, wenn ich dann vom Arzt das ok bekomme, ansonsten ist fertig. Ok!

Damit kann ich gut leben. Finde ich auch fair für ihn. Ich richte die Medi bis Montag und schreibe die Abgabebedingung an.

Rezepte, Rezepte, Rezepte – gerade aktuell (eigentlich immer) Vitamin D (für alle und jeden) und Antiallergika.

Bekomme mit, wie Donna, die Pharmaassistentin, einer Patientin erklärt, dass die Medikamente, die sie vom Arzt verschrieben haben will nicht von der Krankenkasse übernommen werden (Mittel gegen Halsschmerzen). „Das glaube ich Ihnen nicht, holen sie die Apothekerin!“

Wiederhole ziemlich genau, was meine kompetente Pharmaassistentin gesagt hat. Reaktion? „Oh, okay.“

Oh Mann – ganz schlechtes Gefühl nach der Patientin mit Candesartan (HCT) auf Dauerrezept. Aber das sprengt den Rahmen hier, das bringe ich auf dem Blog (morgen?)

Rezepte, Rezepte .. zwischen den Antiallergika gestreut ein paar Unfälle (Schmerzmittel und Magenschoner Klassischerweise) und Dauermedikation von Chronikern.

18 Uhr Patient geht es nicht gut und das scheint er an uns auslassen zu müssen. Gar nichts ist gut. Dass wir das Mittel das er jetzt abholt bestellen mussten – „das müssen sie doch an Lager haben, so oft wie das gebraucht wird!“

Immer interessant wie Kunden unsere Lagerstatistik besser zu kennen scheinen als wir – nein, das Valium 10mg habe ich letztes Jahr 2x gebraucht und vorletztes Jahr gar nie.

Selber Patient zu Donna: „Und dann hat ihre Kollegin (das wäre dann ich) gestern Mittag versucht mir stattdessen 2 Packungen von den 5mg anzudrehen statt den 10mg, wahrscheinlich weil sie da mehr dran verdienen!“

Nein, Eigentlich war das ein Angebot das so zu machen, falls Sie die Valium gleich gebraucht hätten, da wir davon eine Packung an Lager haben. Aber offenbar konnten Sie warten. (Aber wenn sie sich weiter so benehmen verstehe ich, weshalb die auf dem Rezept sind).

Es wird ruhiger. Die letzten haben ihre Einkäufe nach Büroschluss erledigt oder sind auf der Rückweg vom Arzt mit dem Rezept vorbeigekommen. Auch die haben zu – wahrscheinlich die meisten seit 5 oder 6 Uhr

Zeit die Rezepte von heute morgen fertig anzuschauen. Eigentlich mache ich sie gerne früher. Meine Konzentrationsfähigkeit nimmt im Verlauf so eines (halb) Tages doch schon merklich ab. Aber vorher bin ich nicht dazugekommen.

Der Patient mit der kontrollierten Abgabe steht in der Apotheke und macht fast einen zweiten Aufstand, da er mehr erwartet hat. Ich hab jetzt genug und wähle deutliche Worte. Es liegt nicht nur an ihm selber, ob er weiterhin das Mittel bei uns beziehen kann.

19 Uhr Frau kommt mit Zettel, sie soll für die Mutter aus der Apotheke besorgen: Symfona und Cedur retard. Für beides sei das Dauerrezept hier.

Für das Symfona stimmt das. Aber das Cedur retard (ein Medi gegen hohe Blutfettwerte) … ich finde nichts in unserer Patientenhistorie. Egal wie weit ich zurückgehe – und bei ihr kann ich das 5 Jahre.

Die Frau weiss nur, dass die Mutter gesagt hat, sie brauche das wieder. Und dass es möglich ist, dass sie das eine Zeitlang nicht mehr genommen hat. – Stellt sich mir natürlich die Frage: braucht sie „das“ denn wirklich noch?

Ein genauerer Blick in die Patientenhistorie zeigt, dass sie aktuell Simvastatin nimmt. Oder zumindest nehmen sollte. Das ist auch ein Cholesterinsenker. Den Arzt kann ich jetzt nicht mehr anrufen, da nachzufragen.

Entscheide mich dagegen ihr Cedur oder Simvastatin mitzugeben und sie soll doch direkt beim Arzt nachfragen. Oh – sie hat grad MORGEN sowieso einen Termin? Perfekt.

Nein, keine Sorge, das macht nichts, wenn sie das heute nicht nimmt (immerhin dauert die Pause wohl schon etwas länger …)

Ausser Donna und mir sind alle weg. Donna nutzt die Ruhe um die Rezepte einzuscannen und an die Abrechnungsstelle zu schicken. Die letzte Bestellung ist auch durch

Rezeptkontrolle. Mir fällt auf, dass die BetM (Betäubungsmittel) Kontrollnummer vom abgegebenen Schmerzmittel auf dem Rezept fehlt. Gehe an den BetM Ordner nachschauen.

Yupp, die Nummer wurde im Troubel vergessen einzutragen. Kein wirkliches Problem, alles auch per Computer nachvollziehbar … ich bekomme einfach nur jedesmal einen Mini-Herzinfarkt, wenn mir das erst auffällt wenn der Lagerbestand nicht stimmt

Abbott Freestile libre Sensoren Anfrage. Ich habe keine Lager, könnte aber besorgen, er müsste aber die Differenz zahlen: die Krankenkasse vergütet da so wenig, der VP liegt höher, auch schon ohne Porto.

Gegrummel deswegen – ich erkläre ihm auch, dass die Firma die Apotheken da gerne umgeht und man das als Patient eigentlich direkt dort bestellen soll. Weiss er – aber offenbar haben die grad ein Lieferproblem (und ausserdem einen unterirdisch schlechten Service).

Wir fangen an Strassensteller reinzuräumen und eine Kasse nach hinten zu nehmen. Da wandert die lange pensionierte Stammkundin in die Apotheke. Wandelt eher – sieht nur halb-strebig aus. Das kann wieder dauern…

Zumindest will sie heute nicht mehr den Blutzucker gemessen haben. Das mussten wir ihr abgewöhnen: wenn man nur noch zu zweit oder die letzte halbe Stunde ganz alleine ist. Das geht einfach nicht.

Auf Rezept in der Kontrolle der Kommentar dass die Tabletten nach dem Umfüllen in eine Büchse versehentlich weggeworfen wurden und dabei nass wurden. „Braucht deshalb früher neue“. Hmmm. genau die Ausrede habe ich von ihm schon gehört.

Die Stammkundin macht heute nicht so lange. Sie holt etwas ab, macht dazu Etwas Smalltalk (heute nur 10 Minuten) und sie geht

Frage Donna wegen der weggeworfenen Tabletten. Der Arzt wurde auch Kontaktiert wegen der Ausnahme. Er hat zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass das Mittel nicht mehr von ihm umgefüllt wird.

Die Patientin mit dem autorisierten Vorbezug für die Ferien für irgendwelche unbekannten Medikamente war nicht da, fällt mir auf. Mein Notizzettel vom Beginn hängt noch da …

Ansonsten bleibt nicht viel vor für morgen (das ist gut!). Dem Arzt der die 2 NSAR Schmerzmitteln auf Rezept verschrieben hat, haben wir auch kontaktiert – und dann den Patient um das Diclofenac mit Paracetamol auszutauschen.

Was noch? Diverses bestellt, manches nicht lieferbare auf Rezept ersetzt, Auslieferung gemacht … Ah, die Videoaufzeichnung vom Ladendieb … aber die ist morgen noch da. Zeit zum schliessen.

20 Uhr Kassenabschluss, Türen schliessen, Kassen in den Tresor, Anrufbeantworter anstellen. Für heute ist fertig! Und ich bin auch durch. Das war Over und Out

Patientenschutz gegen Patientenwillen

Auf dem Rezept, das mir die Pharmaasistentin zeigt: 1 OP Verrumal

Interessanterweise verschrieben von einem HNO-Arzt. Verrumal ist ein Warzenmittel mit Fluorouracil (ein Zytostatikum) und Salicylsäure in einer Lösung zum aufpinseln, die eine Lackschicht hinterlässt.

Ungewöhnlich genug, aber nicht beunruhigend. Nur dass sie 2 Packungen in der Hand hat und sagt: «Der Mann will gleich mehrere Packungen davon. Er muss das Rezept sowieso bezahlen, da er sonst im Ausland wohnt. Kann ich ihm das geben?»

Umm – Nein. Das Medikament ist Liste A, also verschärft rezeptpflichtig. Das ist sogar so, dass das von der Wiederholungsmöglichkeit ausgenommen ist, die wir bei den anderen Listen haben. Auch dort sind Wiederholungen auf begründete Fälle reduziert, 1 x innerhalb eines Jahres nach Ausstellung auf dieselbe Packungsgrösse. Aber in dem Fall: kein Dauerrezept, nur 1 OP verschrieben, Liste A Medikament … Nein.

Kleiner Einschub: Das Mittel ist als Zytostatikum in der Liste A. Selbst lokal angewandt könnte genug davon in den Körper aufgenommen werden, dass Zellhemmende Effekte nicht nur auf den Warzenvirus und die Warze selber stattfinden. In der Fachinfo (Kompendium) steht deshalb auch dass man Aufpassen muss mit Leuten, die eventuell einen DPD-Enzymmangel haben oder Medikamente nehmen wie Phenytoin (erhöht dessen Plasmaspiegel) … Mit Nukleosidanaloga wie Brivudin oder Sorivudin (die werden bei Virusinfektionen wie Gürtelrose eingesetzt) kann die Plasmakonzentration von Fluorouracil stark ansteigen – und das wirkt dann tatsächlich toxisch. Da wird ein Abstand von 4 Wochen empfohlen bei der Anwendung.In der Schwangerschaft und Stillzeit ist es absolut kontrainduziert.

Ausserdem ist es nicht zur Anwendung auf grossen Hautflächen bestimmt (nicht über 25 cm2) – auch wenn nicht gerade viel aufgenommen wird (selbst dann).

Die Ergebnisse toxikologischer Studien mit Langzeitanwendung zeigen, dass eine dosisabhängige systemische Bioverfügbarkeit von topisch verabreichtem Fluorouracil auftritt, die zu schweren lokalen und schwerwiegenden systemischen Nebenwirkungen führen kann und durch die antimetabole Wirkung von Fluorouracil bei hohen Dosen bedingt ist. Diese hohen Dosen werden mit Verrumal nicht erreicht, wenn es wie empfohlen angewendet wird.

Die Pharmaassistentin geht dem Mann sagen, dass er auf das Rezept nur eine Packung bekommt – und der flippt völlig aus: Er sei selber mal Apotheker gewesen in Spanien (wann? der Mann ist ziemlich alt). Er wisse Bescheid und er brauche das Verrumal auch nicht zum aufpinseln, sondern weil er damit Bäder machen wolle (!). Deshalb reicht auch eine Packung nicht … und sie soll nicht so blöd tun, immerhin bezahle er das ja auch selber.

Nein – immer noch. (WTF: Bäder?). Hat er auch dem Arzt erklärt, was er damit machen will??

Er hat es dann in einer anderen Apotheke versucht.

Nicht dass ich denke, dass er dort viel mehr Erfolg haben wird, wenn die Apothekerin ihren Job macht – dazu gehört auch der Schutz der Patienten manchmal gegen ihren Willen …

Und Tschüss.

186apotschuess

Aus aktuellem Anlass. Bei manchen Kunden hofft man wirklich, dass sie ihre „Drohungen“ einmal wahr machen. Und dann auch weg bleiben. Und nicht am nächsten Tag schon wieder auftauchen und tun, als wäre nichts gewesen.

Ja, er musste tatsächlich mal 10 Minuten warten. Wir haben eine Apothekerin, und da geht jedes einzelne Rezept über sie. Bei dem Ansturm, den wir diesen Monat haben kann es dabei zu „Stau“ kommen. Das geht dann auch nicht schneller, wenn sie dann „töibele“* wie ein kleines Kind, wenn es nicht schnell genug geht.

Zum Überlegen für diese Kunden – die ja noch gerne die Apotheke wechseln, da sind wir nicht die erste und nicht die letzte: Was ist denn der gemeinsame Nenner bei all den Apotheken, die ihnen nicht passen? (vielleicht sie selber?)

So zurück an die Arbeit.

*töibele. Schwer zu übersetzen. Eigentlich schweizerdeutsch für trotzen, das machen vor allem Kleinkinder, dabei ist es aber mehr … lautstark und körperlich ausgedrückt. Im englischen wäre das „throw a tantrum“.