Piratenparty zum Geburtstag

Junior hatte Geburtstag und sich gewünscht, dass wir eine Piratenparty machen.

Das haben wir dann auch – und weil das organisieren ziemlich aufwendig war … dachte ich, dass ein paar von Euch meine Erkenntnisse auch brauchen könnten.

Eingeladen waren Kinder aus Kindergarten und Tagesheim (von 5-8 Jahren). Die Einladung war als Schatzkarte aufgemacht: cremefarbenes Papier mit abgebranntem Rand. Darauf viele Hinweise auf Piraten: Flagge, Schatztruhe, Karte …

Wir haben die Party nicht bei uns zuhause gemacht (zu wenig Platz, leider) sondern auswärts – in einem grösseren Raum. Im Sommer könnte man das aber auch draussen machen.

Piratentaufe:

Benötigt: grosses, reissfestes Tuch, 2 starke Leute zum halten (und schütteln). Piratenhalstücher

„Piraten müssen Seefest sein – wisst ihr, was seefest bedeutet? … Es darf ihnen nicht schlecht werden, auch wenn das Meer noch so hohe Wellen hat. Hier haben wir kein Meer – aber wir können es simulieren. Dies hier (Tuch) ist unser Schiff – tatsächlich mehr eine Nusschale. Diese beiden hier (zeigen) sind die Wellenmacher.“

Jeder darf einmal in das Tuch und wird durchgeschüttelt – geschwungen.

Wer es überstanden hat, bekommt einen Piratennamen: „Piratenparty zum Geburtstag“ weiterlesen

Abend-Unterhaltung

Junior liegt neben mir im Bett, während ich ihm etwas vorlese. Auf einmal unterbricht er mich: „Hast Du da ein Loch im Ohr? Blutet das?“

und zieht mir leicht am Ohrring.

„Ja, das ist ein Loch – und nein, das blutet nicht – das macht auch nicht weh.“

Junior: „Darf ich mal schauen?“

Pharmama: „Soll ich den Ohrring wegnehmen?“

Junior: „Ja.“

Ich nehme ihm weg, Junior schaut sich mein Ohr-Ring-Loch genau an.

Junior: „Und wieso hast Du ein Loch im Ohr?“

Pharmama: „Das ist für die Ohrringe, damit die halten. (Ich zeige ihm, wie ich den Ohr-Stecker wieder reinmache). Das ist Schmuck – das sieht gut aus, oder?“

Junior: „Jaaa ….“

nach einer Weile: „Ich will auch Ohrringe!“

Pharmama (vorsichtig): „Vielleicht später … und vielleicht nicht gerade in beide Ohren? Männer haben meist nur einen Ohrring.“

Junior: „Ich will aber zwei – wie Du!“

Pharmama: „Na gut … aber damit warten wir noch, okay?“

Junior: „Aber warum?“

Pharmama: „Was denkst Du denn, wie die Löcher in die Ohren kommen?“

Junior: „Weiss nicht.“

Pharmama: „Die werden gestochen.“

Junior: stumm, aber mit grossen Augen.

Pharmama: „Und das macht im Moment schon etwas weh. Darum warten wir lieber, bis Du etwas grösser bist – okay?“

Junior: „Okay.“

Pharmama: „Soll ich jetzt weiterlesen?“

Junior: „Ja.“

(Ich bin so eine manipulierende Mama).

Vom Junior und vom Kindergarten (2)

Es gibt Neuigkeiten. Erfreuliche sogar :-) Junior ist ja im neuen Kindergarten – und er ist sehr glücklich dort. Und wenn er glücklich ist, sind wir es auch. Aber es ist nicht nur das. Nach dem missglückten Start im Herbst 2011 wurde Junior ja, als er 2012 (wieder) in den Kindergarten kam, zu den jüngeren eingeteilt. Als Erklärung: im Kindergarten gibt es in der gleichen Gruppe 2 Untergruppen. Die jüngeren im 1. Jahr und die älteren im 2. Jahr. Alle sind zusammen, nur haben die jüngeren an einem Nachmittag Kindergarten und die älteren an 2 anderen Nachmittagen.

Ich habe damals bei der Einteilung nicht gross etwas gesagt, obwohl ich es etwas erstaunlich fand – angesichts von Juniors Alter (5 1/2) und dessen, dass jetzt offensichtlich 2 Jahre Kindergarten obligatorisch sind. Ich wollte Junior ja auch die Zeit geben, die er braucht.

Jedenfalls folgte nach wenigen Wochen das erste Gespräch mit der Kindergärtnerin – das ich, nach den Erfahrungen letztes Jahr, tatsächlich etwas fürchtete. „Vom Junior und vom Kindergarten (2)“ weiterlesen

Schlagende Argumente

Gestern mittag war ich mit Junior bei der Logopädin. Die sollte abklären, ob Juniors Probleme mit „Sch“ und „R“ etwas Training benötigen.

Um zu sehen, wie er sprachlich steht, hat sie diverse Tests mit ihm gemacht – hauptsächlich ging es mit Bildern, die er beschreiben musste. Das ging alles ganz wunderbar, bis sie zu einem Bild mit einer Pfanne kam.

Logopädin: „Was ist das?“

Junior: „Eine Pfanne!“

Logopädin: „Und weisst Du auch, was man damit macht?“

Junior: „Schlagen! …. äh, kochen.“

entsetzter Blick der Logopädin zu mir. Ich grinse betroffen – das hätte ich ja erwarten können. Dazu kann ich nur sagen: Disney ist schuld!

Ich habe dann versucht ihr das zu erklären: In die Ferien habe ich auf dem ipad einen Film mitgenommen, den wir ein paar Mal geschaut haben: Rapunzel. Und darin …

Ja – eben. Pfannen sind praktisch. Das ist hängengeblieben. Offenbar hat sie den Film bisher nicht gesehen.

Wahrscheinlich denkt sie jetzt, ich haue zuhause meinen Mann …

Dieses süsse Ding ist ein Chamäleon und heisst Pascal. Meine Lieblingsfigur im Film :-)

Basteln mit Junior: Regenbogen-Reis

Rainbow-Rice, Regenbogen-Reis. Darauf bin ich beim Surfen gestossen und ich wusste: Das will ich mit Junior auch machen. Das Projekt ist auch etwas für kleinere Kinder, die Zutaten ungiftig und das ganze super-einfach. Das braucht es:

  • 6 Tassen Trockenreis
  • 6 Ziplock Tüten
  • Lebensmittelfarben: Gelb, Rot, Blau
  • Essig

In jede Ziplock Tasche mache man eine Tasse Reis.

In einem Gefäss daneben mischt man 2 Teelöffel Essig mit Lebensmittel-Farbe (mehr oder weniger, je nach gewünschter Intensität).

Dabei kann man auch schön ein bisschen Farbenlehre unterbringen:

  • Gelb und Rot gibt Orange
  • Gelb und Blau gibt Grün
  • Blau und Rot gibt Violett

Die Farb-Essig-Mischung gibt man zum Reis in die Tüten, schliesst sie gut (!) und überlässt Junior die Schwerarbeit, die Farben gut unterzumischen.

Danach sollte es etwa so aussehen:


Auf Backpapier ausgebreitet trocknet das ganze danach rasch an der Sonne (1 Tag maximal)

Und was macht man jetzt mit dem hübschen, bunten Reis?

Kleinkinder können das verwenden um den Tastsinn zu schulen – man kann in der Reismischung kleine Gegenstände verstecken, die sie heraussuchen müssen. Grössere Kinder können mit Leim und Reis farbige Bilder kreieren. Oder man kann es schichtenweise (wie Sand) in hübsche Gefässe abfüllen und die als Dekoration brauchen.

Das steht jetzt bei uns im Badezimmer. Mir gefällt es sehr!

Neues vom Junior

Seit ein paar Wochen jetzt geht Junior (wieder) in den Kindergarten. Ihm gefällt’s sehr – und für uns ist dieser auch fast noch besser, da er wirklich sehr in der Nähe liegt. Einmal „über die Strasse fallen“ sozusagen und noch ein bisserl weiter. Leider ist besagte Strasse sehr befahren – und obwohl er sich sehr bemüht vorsichtig über den Fussgängerstreifen zu gehen (er stellt sich vor Überqueren der Strasse auf mit nach beiden Seiten in „Halt“-Position ausgestreckten Armen), traue ich dem noch nicht, das heisst: Über die Strasse geht er vorläufig nur mit Begleitung.

Sowohl mein Kuschelbär als auch ich arbeiten, aber wir haben uns aufgeteilt, dass immer einer ihn begleitet. Vorläufig ganz, später nach Wunsch nur noch über die Strasse. Ausser einmal in der Woche, wenn er auch am Nachmittag Kindergarten hat und ich am arbeiten bin – da geht er nach dem Kindergarten direkt Mittagessen an einem Mittagstisch – speziell für Kinder. Der ist praktisch direkt neben dem Kindergarten. Die ersten 2 Wochen hat jemand vom Mittagstisch die Kinder danach begleitet. Danach mussten sie es aber selber schaffen.

Jetzt ist es etwas doof, weil er ja nur 1 x die Woche geht – und in der ersten Woche gar kein Kindergarten am Nachmittag war. Das heisst, das erste Mal wurde er nach Hause gebracht. Erst beim 2. Mal hat man ihn in den Kindergarten begleitet. Öfter hat er ja nicht Mittagstisch, also war es das. Und das 3. Mal? Da stand er auf einmal vor der Haustüre und hat geklingelt – Kuschelbär war gerade in seiner kurzen Mittagspause in der Wohnung (zum Glück). Er ist also ganz alleine nach Hause gelaufen – über die Strasse. Puh. Ich sage nicht, dass es *nicht* geht – und ich bin froh, dass es nicht um die 12 Uhr war – dann ist nämlich dort sehr viel los, aber … mir ist unwohl. Trotzdem gut zu wissen, dass er seinen Weg im Notfall auch alleine findet.

Seitdem funktioniert das aber – auch mit dem Mittagstisch.

Was wir auch sehr nett  haben jetzt ist der „Kindergarten-Effekt“: Weil er unter der Woche jeden Morgen um etwa 7 Uhr aufstehen „muss“ – hat er sich da schon so dran gewöhnt …. dass das auch am Wochenende der Fall ist. Sehr zum Leidwesen von uns Eltern, die gerne „einmal nur“ morgens ausschlafen wollen.

Ist nicht.