Wie krank ist das Kind?

Als Junior letzthin mit einer heftigeren Erkältung zu kämpfen hatte, fand ich die perfekte Methode um herauszufinden, wie krank er sich denn fühlt.

Dazu muss man wissen, dass er Zäpfchen gar nicht (mehr) mag. Als er letztens über Bein-Schmerzen geklagt hat und ich ihn gefragt habe, ob er etwas dagegen haben muss, hat er erst „Ja“ gesagt, sich dann aber total gesperrt, als ich wirklich ein Zäpfchen brachte. Weil er sonst nichts hatte, habe ich dann darauf verzichtet ihm etwas zu geben.

Jetzt bei der Erkältung ging es ihm wirklich nicht gut. Der sonst so aktive Junge hing nur noch auf dem Sofa oder im Bett herum. Das ist ziemlich beunruhigend, weil ich anderes von ihm gewohnt bin. Er hatte Fieber (grenzwertig hoch) und fühlte sich schlecht – offenbar Gliederschmerzen und Ohrenschmerzen. Später sollte sich herausstellen, dass es eine Mittelohrentzündung ist. Jedenfalls behandelte ich ihn mit Algifor Sirup. Den mag er ziemlich – schmeckt auch nach Orangen und ist reichlich süss.

Am Abend klagte er wieder. Weil wir uns aber langsam der Maximaldosierung näherten, habe ich ihm gesagt: „Ich kann Dir keinen Sirup mehr geben, aber Du kannst noch ein Zäpfchen haben. Möchtest Du eins?“

Er meinte „Ja“ und ich ging (zweifelnd) eins holen.

Wie ich zurückkomme liegt er immer noch auf dem Bett, hat sich aber in der Zwischenzeit die Hosen und Unterhosen runtergezogen und wartet mit mir zugestrecktem Po ergeben auf das Zäpfchen.

Oh. Offenbar geht es ihm wirklich nicht gut.

Was hat er gesagt?

Junior und ich sind nach dem Einkaufen auf dem Weg nach Hause.
Als wir (ich) die Einkaufstaschen in Richtung Hauseingang schleppen, sagt Junior:

„Sie haben Ihr Ziel erreicht!“ (In Hochdeutsch notabene)

…. ummm, merkt man, dass wir seit neustem ein GPS im Auto haben?

Kürbis schnitzen

Kürbisse gehören für mich einfach zum Herbst – knallorange hellen sie mir noch manchen trüben Herbsttag auf.

Ausserdem: man kann sie essen (als Suppe mit Kokosmilch ein Genuss!) und Lampen kann man auch noch draus machen.
Darum schnitzen wir auch dieses Jahr wieder ein paar Kürbisse. Das ist ganz einfach:

1. Man nehme einen Kürbis (oder zwei, oder drei)

2. Man schneide einen Deckel heraus und entnehme das ganze Innengeschludder (die Kerne könnte man sammeln, waschen, rösten und essen)

3. Man schnitze Gesichter in die Kürbisse (das überlassen wir den scharfen Messern wegen aber besser Mama)

4. Man setze ein Teelicht hinein und zünde das an:

Fertig!

Die beiden stehen heute Nacht (Allerheiligen) bei uns im Fenster – damit die Geister auch wissen, wo sie hinsollen.

Schönen Allerheiligen / Halloween / Samhein Euch allen!

Kontaktfreudig

Ja, das ist er, unser Junior. Das muss er vom Kuschelbär haben, denn ich selbst bin in der Öffentlichkeit – wenn ich nicht gerade bei der Arbeit Selbstvertrauen und Autorität verströme (*hust*) eher zu den schüchternen zu zählen. Bei Partys findet man mich mit einem Glas in der Hand am Rand und ruhig die Leute beobachtend.

Aber Junior. Der braucht die anderen Leute und vor allem die Kinder. Ein Glück ist er im Tagi – dort kann er sein Bedürfnis voll ausleben. Aber wenn wir zusammen sind, da „muss“ ich mit ihm auf den Spielplatz – und die Standardfrage lautet: „Sind anderi Kinder au dört?“

Ja, andere Kinder sind meist auch dort. Und kaum angekommen, rennt er schon zum nächsten hin, baut sich vor ihm auf und sagt: „Ich bin der Junior!“ und „Ich bin soo alt..“ (zeigt 3 Finger) – dabei ist es völlig egal, ob es sich um Junge, Mädchen, älter oder jünger handelt. Sitzt eine Gruppe zusammen, so setzt er sich mittendrin hin.

Es ist lustig zu sehen, wie die anderen Kinder reagieren. Während manche erfreut sind über den neuen Spielkameraden, können andere mit soviel Nähe gar nichts anfangen.

Gefremdet hat er nie. Eine Tatsache, die mich schon etwas beunruhigt. So offen und vertrauend wie er ist, läuft er mit jedem mit, der ihn anlächelt. Aber was soll ich da tun? Ich will ihm ja auch nicht einfach unnötig Angst einjagen vor „Fremden“ – und vorläufig bin ich oder Papa (oder Oma, Opa, Omi oder die Tagesmutter) ja immer in seiner Nähe. Aber später … das gibt noch ein paar ernstere Gespräche.