Bienenküsse machen weh …

… jedenfalls wenn man Junior fragt.

Wenn ich am Abend vom Arbeiten zurückkomme, frage ich Junior, wie es im Tagi gewesen ist. Auch wenn ich dann teilweise schon gehört habe falls etwas vorgefallen ist. So wie der Bienenstich letztens, als er darauf bestand barfuss im Rasen zu laufen und eben in das Bienchen stand. Autsch.

Was aber sagt Junior? Ein Bienchen hat mir einen ‚Schmutz‘ gegeben“

Tapfer, tapfer. Aber das Pflaster vom Tagi, das ist immer noch drauf.

Der Wecker

Also da ist mir jetzt schon länger nicht mehr passiert (nie kann ich nicht sagen, denn ich erinnere mich da an eine Begebenheit aus der Schulzeit) …

Ich weiss ja, dass ich aufpassen muss. Junior hat es schon zwei mal geschafft den Wecker neben dem Bett abzustellen – und nur ein „Sag mal – musst Du heute nicht arbeiten?“ von meinem Kuschelbär hat mich aufspringen und gerade noch rechtzeitig zur Arbeit kommen lassen. Seitdem werfe ich immer einen Blick auf den Wecker vor dem Schlafen, ob er auch wirklich ein ist.

Ein war er – auch gestern morgen. Er geht ab, ich wälze mich aus dem Bett (als Morgenmuffel kann von ’springen‘ im Normalfall keine Rede sein), ziehe mich an, gehe ins Badezimmer – wo ich an der grossen Uhr in der Küche sehe, dass es (kann das sein?) eine ganze Stunde vor meiner Aufweckzeit ist.

Junior hat den Wecker verstellt!

Aaaarghh!

Ich bin dann nochmals ins Bett. Nur: schlafen konnte ich da nicht mehr.

Merke: Für morgen: nicht nur kontrollieren, ob der Wecker an ist, sondern auch ob die Zeit  und Weckzeit stimmt.

„Was ist das eigentlich?“

… ist im Moment die von Junior meist gestellte Frage.

Man hat als Nicht-Eltern keine Ahnung in was für Erklärungsnöte so eine einfache Frage einen stürzen kann. Da fängt man an über Sachen nachzudenken, worüber man sich vorher keine Gedanken gemacht hat – weil man es einfach als selbstverständlich angeschaut hat.

Manchmal kommt man auch zu erstaunlichen Ergebnissen. Letztens wollte Junior wissen, was ich da gerade zum Essen mache.

Pharmama: „Das ist ein Poulet.“

„Was ist das eigentlich?“

„Ein Poulet, das ist ein Huhn, Du weisst schon, dieser Vogel der macht „Putt putt putt“ „ (Wir haben ein paar in der Gegend)

„Aber das is Fleisch!“ (Ja, so sieht ein ungebratenes Hühnchen auch aus).

„Ja, das ist Fleisch.“

„Dann isch das ein Fleischvogel!

… darauf kann ich nun wirklich nichts mehr sagen, weil ich erst mal lachen muss.

Basteln mit Junior: Salzteiggebäck

Man nehme: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, Wasser q.s. (lateinisch quod satis: d.h. bis es genug ist) um einen geschmeidigen, aber nicht-klebenden Teig herzustellen

Alles gründlich mischen, Wasser portionenweise dazugeben. Teig auswallen ca. 1/2 cm dick

mit Guetzli-Förmchen Teile ausstechen, vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier transferieren. Mit Zahnstocher Löcher reinstossen – damit man sie als Geschenkanhänger oder Christbaumschmuck brauchen kann.

Im Backofen bei 150 Grad etwa 45 Minuten backen, bis sie hart sind (dauert ev. länger).

Abkühlen lassen und mit Wasserfarben anmalen.

Fertig!

Rechts unten noch eine Variante: ich hatte noch Reste, also habe ich sie zusammengeknetet und wir haben noch einen Handabdruck  gemacht. Ist gut geworden, aber der muss noch etwas nachtrocknen, weil er dicker ist.

Wieder da … fast.

So. Ja, wir sind wieder da. Heute morgen mit dem Flugzeug angekommen – nach einem schröcklichen Flug von Windhoek. Momentan liege ich noch etwas flach, darum hier nur die kurze Beschreibung warum.

Nachdem wir 3 Wochen Afrika problemlos überstanden haben, haben wir es geschafft uns am letzten Tag, am Abflughafen noch eine Lebensmittel-vergiftung zuzuziehen. (tiefe bedrohliche Stimme) „Es war das Sandwich!…“

Nicht weiterlesen, wer einen schwachen Magen hat.

Junior fing genau vor dem Flugzeug an zu kotzen – und wie! Anfangs hatte ich keine Ahnung was los war, es kam wie angeschossen und quer über Handgepäck und mich und …. Im Flugzeug bemühten wir uns mit vielen Papiertaschentüchern und Plastiksack um Schadensbekämpfung – und alles was die %&/*£! Flugbegleiterin meinte war: „Ist er ernsthaft krank? Dann müssen sie aussteigen.“ Na toll, werft uns noch aus dem Flugzeug, bloss weil es meinem Kind nicht hundert pro ist. Hilfe bekamen wir von ihnen gar nicht, auch nicht als es kurz danach dann mich auch noch erwischte – mit voller Kotztüte, leerem Magen und Übelkeit musste ich selbst quer durchs Flugzeug schwanken um die Tüte zu entsorgen: „Hier rein!“.  Wenigstens wusste ich jetzt was es war, denn wir haben dasselbe Sandwich geteilt.

Irgendwie überstanden wir die Nacht – Junior konnte nur schluckweise etwas trinken und selbst das kam gelegentlich wieder hoch. Schon noch gut haben wir 2 Garnituren Ersatzwäsche im Handgepäck gehabt für ihn, aber knapp wurde es trotzdem. Ich sag nur: nehmt ein Handtuch mit! Das ist wirklich das praktischste Teil und dient als Decke und Auffänger zugleich …

Jedenfalls sind Junior und ich immer noch nicht auf dem Damm, darum gibt’s erst später mehr. Mehr Ferienerinnerungen – ja, es war wunderschön- und mehr aus der Apotheke. Morgen muss ich arbeiten, da sollte ich mich jetzt noch etwas auskurieren. Seit gestern hab ich nämlich nichts mehr gegessen ….

Kinderkrankheit 2: Windpocken

Je nun. So wie’s aussieht hat unser Junior die Windpocken. Jedenfalls nehme ich schwer an, dass es das ist – auch wenn ich keine Ahnung habe woher.

Wobei: die Dinger sind ja so leicht übertragbar, da könnte das gut beim Tram-, Bus- oder Zugfahren passiert sein, geschweige denn im Tagi oder auf dem Spielplatz oder …

Jedenfalls hat er im Gesicht ein grösseres Bläschen und auf beiden Armen diverse und am Bein eine. Erst mit klarer Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die dann aufplatzen und verkrusten. Und sie beissen offenbar. Ansonsten leidet er aber nicht sehr – und mit Fenistil und Tannosynt lotio ist auch der Juckreiz im Rahmen zu halten. Mehr scheinen es im Moment auch nicht zu werden und die die er hat, heilen auch langsam ab.

Das ist das frischeste Bläschen – auf der Hand.

Eigentlich bin ich ja noch halb froh. Besser er hat es jetzt als in den Ferien – und wenn es wirklich so einfach vorbeigeht, wie es im Moment aussieht: um so besser!

Nicht ganz so toll ist, dass mein Kuschelbär höchstwahrscheinlich die Windpocken nicht gehabt hat als Kind. – und da die Inkubationszeit etwa 2 Wochen beträgt würde er es in den Ferien bekommen. Darum habe ich ihn geschickt, damit er sich impfen lässt. Das kann man im Notfall bis 5 Tage nach Kontakt mit dem Virus tun. Hoffen wir, dass es reicht (Ja, nennt mich übervorsichtig, aber dass er in Botswana die Windpocken bekommt wäre sehr ungeschickt).