Apotheken Quiz 3

So, die Feiertage sind vorbei, also zurück an die Arbeit!  Wer will darf sich hier am 3. Apotheken-Quiz versuchen. (Die ersten beiden finden sichund). Die Lösungen gibt es am Freitag.

1. Eine Mutter kommt mit Kind in die Apotheke. Die Mutter will etwas gegen den Hautausschlag des Kindes. Es zeigt sich folgendes Bild:

Die Rötung besteht schon ein paar Tage, beisst und juckt kaum. Das Kind kann sich an keinen Auslöser erinnern

Was ist es und was geben wir ihr?

a) scharf abgegrenzte Rötung, am Rand etwas mehr rot als innen, das ist sicher ein Pilz. Ich gebe ihr eine Pevaryl creme und sage ihr, wenn es in einer Woche nicht besser wird, muss sie mit dem Kind zum Hautarzt.

b) das ist sicher ein Ekzem … und auch wenn nicht, bei so einer Rötung hilft Cortison-Creme sicher.

c) Vielleicht ein lokal begrenzter Sonnenbrand, weil die Sonnencreme nicht aufgetragen wurde? Cortison Creme oder Fenistil werden das schon richten.

d) Auch wenn das Kind sich nicht erinnert, könnte das die Folge von einem Zeckenstich sein. Ich schicke das Kind darum zum Arzt, es braucht Antibiotika.

2. Mal wieder ein eher unleserliches Rezept, oder? Was steht denn da?

3.  Der Arzt im Spital hat auf Rezept Clarithromycin aufgeschrieben. Beim Eingeben in den Computer stelle ich fest, dass eine Wechselwirkung angezeigt wird mit dem Sortis (Atorvastatin), das der Patient schon lange nimmt.

Frage: Was für eine Wechselwirkung ist das?

Unglücklicherweise ist Samstag, der Patient sagt, er hat das Antibiotikum im Spital schon genommen und muss noch ein paar Tage weiterfahren.

Wie ist das weitere Vorgehen?

a) Der Arzt im Spital wird schon wissen, was er aufgeschrieben hat, ich nehme an, er kennt die Risiken und will, dass der Patient genau das nimmt, also sage ich nichts und gebe es ab.

b) Ich rufe ins Spital an und frage, ob ich ein anderes Antibiotikum abgeben kann

c) Ich versuche im Spital anzurufen um den Arzt zu informieren, aber eigentlich habe ich schon entschieden dem Patienten zu sagen, dass er solange er das Antibiotikum nimmt auf das Sortis verzichten soll und bei Beschwerden sofort den Arzt aufsucht.

d) Ich suche einen anderen Cholesterinsenker, den man mit dem Antibiotikum nehmen kann.

4. Der ältere Patient kauft in der Apotheke etwas gegen den heftigen Durchfall, den er seit ein paar Tagen hat. Bei der weiteren Befragung klagt er über Probleme mit den Augen speziell sieht alles so ungesund gelblich – grün aus:

Welches Medikament das er regelmässig nimmt ist vermutlich dafür verantwortlich? – und warum gerade jetzt?

a) Aspirin Cardio

b) Digoxin

c) Sortis

d) Lasix

5. Welche der folgenden Aussagen über Vibramycin 100mg (Doxycyclin) stimmt NICHT?

a) Man gibt es nicht an Kinder unter 8 Jahren, weil es permanente Farb-Veränderungen der Zähne bewirken kann.

b) Es ist nur gegen Grampositive Bakterien wirksam.

c) Man sollte es nicht kurz vor dem Schlafen einnehmen, weil sonst häufiger Speiseröhrengeschwüre auftreten

d) Man sollte es nicht zusammen mit Milchprodukten oder Medikamenten mit Eisen nehmen, weil es sonst mit dem Calcium oder Eisen schwerlösliche Chelate bildet und nur schlecht aufgenommen wird.

e) Leute die viel an der Sonne sind, müssen bei der Einnahme von Doxycyclin aufpassen, weil sie eher einen Sonnenbrand entwickeln.

Auflösung zum Quiz 2

Auflösung des

1. Ein Mann etwa 45 Jahre alt kommt in die Apotheke und will etwas gegen Kopfschmerzen. Er klagt über einseitige, pulsierende Kopfschmerzen die seit gestern abend plötzlich aufgetreten sind. Er kenne so was gar nicht bei sich. Ausserdem schreit er fast, als er mir zeigen will, wo es schmerzt.

Lösung c:

Der Mann hat eine Arteriitis temporalis, eine plötzlich auftretende Entzündung der Schläfenarterie. Sie tritt vor allem bei älteren Menschen auf.  Symptome: oft einseitige Kopfschmerzen an der Schläfe, dazu ev. Kauschmerzen. Oft treten vorher auch Sehstörungen auf. Die Schläfenarterie ist dabei sehr druckempfindlich, verdickt (sieht man) und pulsierend.

Unbehandelt besteht ein Risiko von 20% zu erblinden. Mit Cortison ist das aber gut behandelbar – wenn man es rechtzeitig erkennt und reagiert.

Migräne hat zwar auch vorher Sehstörungen (Aura) ist oft einseitig und pulsierend, aber man ist nicht druckempfindlich, ausserdem kennen das die Betroffenen vorher schon.

Cluster Kopfschmerzen treten praktisch immer einseitig auf und zwar oft über Monate oder Jahre gehäuft, um dann wieder lange beschwerdefrei zu sein. Sie zeigen ausserdem die Neigung immer zur gleichen Tageszeit aufzutreten. Häufig sind auch Begleitsymptome wie gerötete, tränende Augen. Auch hier gilt: keine Druckempfindlichkeit.

Ein Schlaganfall kann plötzlich auftreten, zu den Warnzeichen gehören auch heftige Kopfschmerzen, dazu möglich: Sehstörungen, Sprachstörungen, Taubheitsgefühl und Lähmungen, Schwindel. Die Kopfschmerzen sollen dabei ungewöhnlich heftig sein.  Der Patient mit Schlaganfall gehört sofort ins Spital!

2. Eine junge Frau kommt in die Apotheke, als sie ein Dulcolax bestellt, sehe ich ihre Zähne

Die Junge Frau leidet unter Bulimie, also Ess-Brechsucht. Sie hat ein gestörtes Essverhalten ausgelöst durch eine verzerrte Selbstwahrnehmung.

Nachdem sie gegessen hat, entledigt sie sich ihres Mageninhaltes wieder mittels Erbrechen. Dabei greift die Magensäure die Zähne an.

Das Dulcolax soll ebenfalls dazu dienen dass sie nicht zunimmt respektive abnimmt. Dulcolax (Picosulfat) ist ein Abführmittel das via Reizung des Darmes wirkt. Das Problem: der Darm wird mit der Zeit träge – man kann gar nicht mehr ohne diese zusätzliche Reizung Stuhlgang haben. Ausserdem verliert man einiges an Elektrolyten, was zu weiteren Problemen führen kann. In der Apotheke kann man häufig beobachten, dass Leute mit Abfürmittelmissbrauch eine lederartige, fältelige gelb-braunstichige Haut bekommen. Meist sieht man es den ausgemergelt erscheinenden Frauen schon an, was sie wollen.

3. Das unleserliche Rezept

Pantozol 40 mg XXX

Tonopan XX Tbl

Tylenol forte XX

Augmentin 1g XV

Lymann 200’000 forte 100g Gel

Eltroxin 0.1 mg C

Ponstan 500 36 Tbl

Triderm Creme 30g

….. Intras

Arztunterschrift

wenn man weiss, was es sein soll gar nicht mehr soo schlimm, oder?

4. Eine Frau kommt mit verbrannter Hand in die Apotheke:

Die Frau hat eine verbrannte Haut aufgrund einer phototoxischen Reaktion mit der Pflanze c: Herculaneum montegazzinum – auch Herkulesstaude oder Riesenbärenklau genannt.

Die Pflanze ist eingeschleppt worden und jetzt wird man sie kaum mehr los. Eigentlich sieht sie ja noch hübsch aus und macht mit ihrer Grösse: über 2m hoch recht was her. Aber sie ist sehr problematisch, wenn man Pflanzensaft auf die Haut bekommt und die Sonne scheint

Die erste Pflanze ist natürlich eine Brennessel, (Urtica dioica) die mit ihren Brennhaaren auch Rötungen und Hautreizungen verursachen kann –aber nie derartige Verbrennungen.

b

Die zweite Pflanze ist Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die macht zwar bei Berührung nichts, man sollte aber daran denken, dass Leute die Johanniskrautpräparate einnehmen vor allem wenn sie hellhäutig sind Sonne und Solarien meiden sollen, da die Pflanze eine photosensibilisierung auslösen kann, d.h. man bekommt viel eher einen Sonnenbrand.

5. Ein älterer Mann kommt in die Apotheke und möchte etwas gegen Husten haben.

Medikamentenliste:

a) Aspirin cardio (Acidum acetylsalicylicum)

b) Sortis (Atorvastatin)

c) Reniten (Enalapril)

d) Nitroderm Pflaster (Nitroglycerin)

e) Bexin Tropfen (Dextromethorphan)

Lösung: c) Der Hauptverdächtige hier ist das Reniten, Enalapril ist ein ACE-Hemmer und zu deren prominentesten Nebenwirkungen gehört trockener Husten.

Dabei nützt es auch nichts auf einen anderen ACE Hemmer auszuweichen, weil wenn man den Husten bei einem hat, man davon ausgehen kann, dass es die anderen der gleichen Klasse auch machen. Besser ist ein Wechsel auf z.B. ein Sartan.

Das Bexin auf seiner Liste … vielleicht hat er das sogar vom Arzt eben gegen den Husten bekommen. Ich habe eine Kundin, die jahrelang  (!) ACE-Hemmer genommen und gehustet hat. Sie hat es dem Arzt erzählt, der nie reagiert hat. Bis sie zu uns kam und wir das Problem erkannten. Ok, es war mühsam ein neues passendes Blutdruck-Medikament zu finden und wir brauchten ein paar Versuche, aber seitdem kann sie wieder in Ruhe schlafen.

Dementsprechend haben die meisten richtigen Antworten gegeben:

1. EarlMobile und Esther

2. Sandra – mit allen Medis auf dem Rezept richtig erkannt

3. Albert, Marcel und Nicole

4. Büsi

5. Kinderdoc

6. Denis

Danke fürs Mitmachen! Ich weiss, es war schwierig.

Apotheke Quiz 2

Das ist mein zweites Quiz (das erste ). Wer will kann mitmachen. Die Kommentare werden bis zur Auflösung des Quizzes (am Donnerstag) nicht angezeigt. Viel Spass!

1. Ein Mann etwa 45 Jahre alt kommt in die Apotheke und will etwas gegen Kopfschmerzen. Er klagt über einseitige, pulsierende Kopfschmerzen die seit gestern abend plötzlich aufgetreten sind. Er kenne so was gar nicht bei sich. Ausserdem schreit er fast, als er mir zeigen will, wo es schmerzt.

Was hat er und was gebe / empfehle ich ihm?

a) Kluster Kopfschmerzen, dafür genügt ein normales Schmerzmittel wie Dafalgan und eventuell zusätzlich Entspannungsdragees gegen die Verspannung und zum Beruhigen

b) typischer Fall von Migräne Kopfschmerzen. Ich empfehle ihm Saridon 400mg und gleichzeitig ein Motilium, damit es schneller wirkt

c) plötzlich auftretende Kopfschmerzen und er kennt das so nicht? Eventuell ein Hirnschlag – er sollte sofort in den Notfall gehen.

d) Der Mann hat eine entzündete Schläfenarterie und sollte sofort zum Arzt gehen, der sie mit Kortison behandeln wird.

2. Eine junge Frau kommt in die Apotheke, als sie ein Dulcolax bestellt, sehe ich ihre Zähne. (Bild)

Was für ein Problem hat die Frau?

Warum bestellt sie ein Dulcolax? (besteht da überhaupt ein Zusammenhang)?

3. Mal wieder ein eher unleserliches Rezept. Was steht denn da?

Ein Punkt für jedes richtig Erkannte Medikament.

4. Eine Frau kommt mit einer derart verbrannten Hand in die Apotheke:

Ausser etwas zum Behandeln will sie gerne wissen, woher sie das hat. Sie hat gestern im Garten gearbeitet und folgende Pflanzen in Verdacht: War es eine davon? Warum?

a

b

c

5. Ein älterer Mann kommt in die Apotheke und möchte etwas gegen Husten haben. Auf Nachfragen erklärt er, dass er schon seit ein paar Monaten (!) huste, vor allem abends wenn er sich hinlegt. Seine Medikamentenliste ist wie folgt:

a) Aspirin cardio (Acidum acetylsalicylicum)

b) Sortis (Atorvastatin)

c) Reniten (Enalapril)

d) Nitroderm Pflaster (Nitroglycerin)

e) Bexin Tropfen (Dextromethorphan)

warum hustet er? Was kann man dagegen tun?  (Hilfestellung hier.)

Auflösung zum Quiz

Das sind die Lösungen für die (zugegeben) recht schwierigen Fragen .

Danke an alle, die mitgemacht haben!

1 – B: Die Frau ist allergisch auf Muscheln, also Schalentiere. Das Glucosamin in Voltaflex wird aus Schalentieren gewonnen und enthält noch Allergene. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass das der auslösende Faktor ist. Grundsätzlich könnte die Allergie auch von anderen Medikamenten ausgelöst werden. Eine Kreuzallergie mit Fisch hat sie aber offenbar nicht.

2 – D: Der blaue Fleck hinter dem Ohr nennt sich Battles Zeichen und ist ein Hinweis auf einen Schädelbruch: darum: nichts geben und in den Notfall schicken.

3 –D Die beste Antwort wäre D: Die beste Umgebung für einen Zahn (auch nach dem ausschlagen) ist dessen Sockel. Ein Wiedereinsetzen ist am Erfolgreichsten, wenn er spätestens 30 Minuten nach dem Ausschlagen wieder am Ort ist.  Der Zahn sollte nur an der Krone angefasst werden um die Wurzel nicht zu schädigen. Wenn der Patient den Zahn nicht wieder einsetzen kann, soll er ihn unter der Zunge oder in der Backentasche aufbewahren, so dass er im Speichel liegt.

Wenn das nicht möglich ist, kann man den Zahn in ein Glas Milch geben (E)

oder in Salzlösung, aber die hat man meist nicht zur Hand, darum habe ich diese Lösungsvariante weggelassen: Die beste ist die Hanksche Lösung (die bekommt man als Zahnrettungsbox in der Apotheke).

Wasser (B) und Bier (C) sind nicht ideal. Speichel, Milch oder Salzlösung sind besser.

die schlechteste Lösung ist den Zahn trocken zu transportieren (A)

4. Auflösung:

Codipront Srp (=Sirup) gegen Husten

Ecomucil 600 0 – 1 – 0 gegen Husten, schleimlösend mit Acetylcystein, Dosierung mittags 1 Brausetablette in Wasser

NS Spray Nasenspray gegen Schnupfen 3-4 x täglich 1 (Sprühstoss in die Nase geben)

Rhinopront K (=Kapseln): gegen Schnupfen, 1 x abends je 1 Kapsel einnehmen

5 -Bei der Pflanze handelt es sich um eine Eibe – eine Giftpflanze.

Praktisch alle Teile der Pflanze sind giftig bis sehr giftig und führen zu Bauchkrämpfen, Koliken und Organversagen – bis auf die reife rote Samenhülle. Trotzdem sollte man mit dem Toxzentrum Kontakt aufnehmen, das einem das weitere Vorgehen sagen wird. Ob Kohle hier hilft weiss ich leider auch nicht.

Die beste Antwort aus meiner Sicht wäre C- erst ein paar rasche Abklärungen, dann Hilfe von den Profis.

Und der Gewinner ist: natürlich jeder der mitgemacht hat!

Aber am meisten Punkte hat:

1. Albert

2. Nicole

3. Earlmobile

4. Chefarzt, DennisDeutschmann, Merapi (Gleichstand)

und Ghettomaster: Du hast am besten das Rezept lesen können!

Das Apotheken-Quiz

Nachdem angefangen hat und inzwischen 3 interessante und lehrreiche Quizs aus seinem Gebiet auf den Blog gestellt hat und dann sowohl als auch nachgezogen sind, kommt hier jetzt auch von mir ein (nicht sehr einfaches) Quiz mit Fragen, die in der Apotheke auftauchen können.

Die Antworten und den besten Quizzer gibt’s am nächsten Freitag.

1. Eine Frau kommt so (siehe Bild)

in die Apotheke. Im Beratungsgespräch kommt heraus, dass sie dieselbe Reaktion früher schon gehabt hat, nämlich wenn sie Muscheln gegessen hat. Dagegen ist sie allergisch. Sie hat aber in der letzten Zeit nichts derartiges gegessen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie auf eines der folgenden Medikamente, die sie gegen ihre Gelenkprobleme nimmt reagiert. Welches vermute ich? Und: wieso?

A: Aspirin (Acetylsalicylsäure)

B: Voltaflex (Glucosamin, Chondroitinsulfat)

C: Epacaps (Omega-3 Fettsäuren)

D: Voltaren Gel (Diclofenac Natrium)

Als Hilfe: / da finden sich die Packungsbeilagen aller Schweizer Medikamente.

2. Ein Mann kommt in die Apotheke und erzählt eine Geschichte, wie er vorgestern vom Barhocker gefallen ist. Jetzt hat er das (siehe Bild) und Kopfschmerzen. Was geben sie ihm?

A: Ein blauer Fleck von Hinfallen und Kopfschmerzen. Ich gebe Dafalgan (Paracetamol 500mg) maximal 3 x täglich 1-2 Tabletten gegen die Schmerzen und Heparin-Salbe gegen den blauen Fleck.

B: Ich gebe ihm besser Saridon forte (Ibuprofen 400mg) für die Schmerzen – denn wenn er in der Bar vom Hocker gefallen ist, trinkt er wahrscheinlich auch sonst zu viel Alkohol und seine Leber ist schon beeinträchtigt. Da muss ich sie nicht noch zusätzlich belasten. Ausserdem ist Ibuprofen stärker.

C: Ach, die Kopfschmerzen kommen wohl von dem blauen Fleck hinter dem Ohr. Da reicht eine schmerzstillende Salbe zum auftragen, z.B. Traumalix gel.

D: Ich gebe ihm gar nichts sondern schicke ihn auf dem direkten Weg in den Notfall im Spital. Das sieht nach Schädelbruch aus (oder war das Blut aus dem Ohr statt hinter dem Ohr?)

3. Es kommt ein Telefon von einem jungen Mann der sagt, er habe vor wenigen Minuten einen Schlag ins Gesicht bekommen und dabei ist ein Schneidezahn (ganz) herausgekommen. Er will wissen, was der beste Weg ist den Zahn zu erhalten, dass man ihn wieder einsetzen kann.

Welches der folgenden Ratschläge ist der beste?

A: Legen Sie den Zahn in ein Taschentuch und gehen sie in den Notfall (oder zum Notfallzahnarzt)

B: Legen Sie den Zahn in ein Glas Wasser und gehen sie in den Notfall (oder zum Notfallzahnarzt)

C: Legen Sie den Zahn in ein Glas Bier und gehen sie in den Notfall (oder zum Notfallzahnarzt)

D: Giessen Sie etwas Wasser über den Zahn und setzen Sie ihn sofort wieder in den Sockel, wo er rausgebrochen ist und gehen sie in den Notfall (oder zum Notfallzahnarzt)

E: Legen Sie den Zahn in ein Glas Milch und gehen sie in den Notfall (oder zum Notfallzahnarzt)

4. Das ist ein Rezept das mir am Samstag vorgelegt wird. Die Patientin ist stark erkältet und braucht die Medikamente, die darauf stehen. Nur: Was genau steht denn da? 1 Punkt für jedes erkannte Medikament und die Dosierung. (Ich weiss, das Bild ist klein, aber glaubt mir, im Original war es nicht besser leserlich).

5. Eine aufgebrachte Mutter kommt mit ihrem Kind (5 Jahre)  und einem Pflanzenzweig (s. Bild) in die Apotheke. Sie berichtet, dass das Kind die knallroten Beeren der Pflanze gegessen hat. Jetzt fürchtet sie, dass es sich vergiftet hat. Was rate ich / mache ich?

A: Das ist doch bloss so ein gewöhnlicher Busch, wie er manchmal als Hecke verwendet wird. Das wäre ja nie erlaubt, wenn der giftig wäre. Darum beruhige ich die Mutter und schicke sie wieder heim.

B: Ich denken, dass das eine Giftpflanze sein könnte und rufe sofort das Tox-Zentrum an, um mich beraten zu lassen, was der nächste Schritt ist.

C: Ich befrage das Kind rasch: Was genau hat es gegessen? Wie lange ist es her? Es antwortet, es hat nur die äusseren Teile der Beeren gegessen und den Samen ausgespuckt. Ich beruhige die Mutter. Trotzdem rufe ich dem Toxzentrum an für die nächsten Schritte.

D: Ich warte gar nicht erst ab bis die Mutter ausgesprochen hat, sondern nehme sofort die Kohlesuspension aus dem Gegengift–vorrat den jede Apotheke haben muss. Endlich mal die Gelegenheit das Zeugs auch einzusetzen! Los, Mund aufmachen und schlucken!

E: Ich rufe den Notarzt: der wird’s schon richten.